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2003-05-08 09:08:34 - ju
WRC: Endlich Rinderfilet für die Löwen?

Der letzte Argentinien-Sieg von Peugeot datiert auf 1985
Kaum zu glauben, aber wahr: Peugeot feierte seinen letzten Sieg bei der Rallye Argentinien im Jahre 1985! Am Steuer des legendären Peugeot 205 T16 siegte der damalige Weltmeister Timo Salonen im Land der Gauchos. Und mit dem aktuellen 206 WRC? Fehlanzeige auf der ganzen Linie! Die argentinische Pampa war bislang so gar nicht nach dem Geschmack der Löwen, so dass Ford, Subaru und Mitsubishi die Siege der letzten Jahre unter sich ausmachten.

„Und wir wollen wieder ganz vorne dabei sein“, gibt Ford-Teamchef Malcolm Wilson als Marschroute aus, wohlwissend, dass es für den neuen Focus WRC erst der zweite Einsatz ist. Denn in den vergangenen beiden Jahren staubten Colin McRae und Carlos Sainz die besten Rinderfilets für das „Blue Oval“ ab. „Mit Markko Märtin haben wir gute Chancen auf den Hattrick.“ Immer ungeduldiger wird aber auch Richard Burns, der weiterhin auf seinen ersten Peugeot-Sieg wartet. „Argentinien war immer gut zu mir, 2000 habe ich sogar gewonnen. Warum nicht auch dieses Jahr?“, fragt der Weltmeister von 2001. Seine Teamkollegen Marcus Grönholm und Harri Rovanperä sollte der Engländer nicht unterschätzen, beide warten auf den ersten Sieg im einzigen amerikanischen WM-Lauf.

Mit drei Siegen (96-98) ist Tommi Mäkinen Rekordhalter in Argentinien. Aber die letzten Jahre strandete der Finne meistens in der Pampa, einmal zerlegte er seinen Subaru bei einem fünffachen Überschlag. Somit dürfte einmal mehr Petter Solberg der schnellste Subaru-Büffel werden. Auf komplettes Neuland trifft das Citroen-Team, welches erstmals in Argentinien an den Start geht. Teamchef Guy Frequelin kennt die Schotterpfade noch aus seiner aktiven Zeit, konnte er doch 1981 mit einem Talbot Sundbeam Lotus gewinnen. „Unsere erfahrenen Piloten Colin McRae und Carlos Sainz haben uns natürlich sehr geholfen, die Fahrzeuge entsprechend abzustimmen, daher sind wir ganz optimistisch“, hofft Frequelin.

Die Teams aus der Production-Car-World-Championship (PCWRC) bestreiten in Argentinien ihren dritten WM-Lauf. Von den drei aktuellen Tabellenführern wird jedoch nur Keramjit Singh mit dem Proton Pert an den Start gehen, Stig Blomqvist und Martin Rowe haben die Reise über den großen Teich nicht angetreten. „Das Reglement besagt, dass man nur an sechs der sieben PCWRC-Rallies teilnehmen darf, und wir nehmen unsere Auszeit in Südamerika“, begründet Teamchef David Sutton den Startverzicht. Insgesamt stehen 22 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 403,34 Kilometern für die rund 80 Teams auf dem Programm.

Wichtige Starter Rallye Argentinien:
1 Grönholm, 2 Burns, 3 Rovanperä (alle Peugeot 206), 4 Märtin, 5 Duval, 6 Hirvonen (alle Ford Focus), 7 Solberg, 8 Mäkinen (beide Subaru Impreza), 10 Schwarz, 11 Loix (beide Hyundai Accent), 14 Auriol, 15 Gardemeister (bei Skoda Octavia), 17 C.McRae, 18 Loeb, 19 Sainz (alle Citroen Xsara), 21 Warmbold (Ford Focus)

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Burns 26; 2. Grönholm 20; 3. C.McRae und Loeb je 17; 5. Sainz 16; 6. Märtin 13; 7. Mäkinen 11; 8. Solberg 9; 9. Duval 8; 10. Gardemeister 7; 11. Panizzi 4; 12. Robert und A.McRae je 3; 14. Schwarz und Auriol je 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Peugeot 49; 2. Citroen 44; 3. Ford 26; 4. Subaru 22; 5. Skoda 12; 6. Hyundai 3.


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