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2003-05-07 11:47:29 - ks
DTM: Die Rückkehr nach Italien

(c) ts photo
Kommt in Italien der Rückschlag von Meister Aiello?
Zwei Premieren werden gefeiert, wenn die DTM vom 9. bis 11. Mai auf dem brandneuen Adria International Raceway zum zweiten Lauf der Saison 2003 antritt. Es ist die erste motorsportliche Großveranstaltung auf der 2,702 Kilometer langen Strecke nahe Venedig und das Debüt der neuen DTM in Italien. Auf die Rückkehr in das Land der motorsportliebenden Tifosi freut sich die gesamte DTM. Bereits von 1994 bis 1996 wurden hier in der alten DTM legendäre Kämpfe ausgetragen – seinerzeit im toskanischen Mugello. Nimmt man den spektakulären Saisonauftakt auf dem Hockenheimring als Antipasto, dann dürfen sich die Fans in Italien auf einen schmackhaften Hauptgang freuen. Für die Daheimgebliebenen serviert die ARD sonntags ab 13.45 Uhr DTM satt. Rennstart ist um 14 Uhr.

Bernd Schneider war im Mercedes-Benz CLK-DTM der Mann des Auftaktrennens. Für den ersten Auslandsstart 2003 rechnet er mit Gegenwehr: „Ich erwarte, dass Laurent Aiello und die Abt-Truppe an der Adria sehr stark sein werden, denn das Layout der Strecke müsste den Autos entgegenkommen. Im Streckenabschnitt Motodrom war Laurent in Hockenheim beim Qualifying eine halbe Sekunde schneller als ich, und dieser Teil ist ja ähnlich eng und verwinkelt wie der Adria-Kurs.“ Teamkollege Jean Alesi fiebert dem Rennen ganz besonders entgegen – schließlich stammen seine Vorfahren aus Sizilien. „In der Formel 1 herrschte in Italien immer eine ganz besondere Atmosphäre. Ich bin mir sicher, dass die Fans die DTM begeistert begrüßen werden. Auf der kompakten Strecke bekommen sie bestimmt ein spannendes Rennen zu sehen.“

Mit sechs nagelneuen Opel Astra V8 Coupé war Opel in Hockenheim angetreten, und hatte die Feuertaufe mit zwei Fahrern in den Punkten (Peter Dumbreck und Timo Scheider als Sechste und Siebte) zur Zufriedenheit beendet. Besonders motiviert reist eines der drei Opel-Teams an den Adria-Kurs – das OPC Euroteam ist in Arese bei Mailand beheimatet. Opel-As Manuel Reuter schätzt, „dass es an der Adria für uns Fahrer richtig schwer wird, denn mit dem neuen Rennformat stehen auf diesem kurzen Kurs 47 Runden auf dem Programm, bei denen permanent beschleunigt und gebremst werden muss.“ Reuter weiß aber auch: „Für die Zuschauer wird es ein Hammer, denn sie können fast die komplette Strecke überblicken.“ Markenkollege Scheider urteilt: „Den Adria-Kurs finde ich gut, weil er außergewöhnlich ist. Er besitzt ein ganz eigenes Flair.“

Zuversichtlich ist man beim Team Abt Sportsline nach dem Auftaktrennen. „Wir haben gesehen, dass unser neuer Abt-Audi TT-R gut für das Podium und Siege ist, und das ist zunächst einmal das Wichtigste“, konstatiert Christian Abt. Auch Champion Laurent Aiello ist „happy“ über Platz drei in Hockenheim: „Wenn man nicht gewinnen kann, muss man schauen, dass man so viel Punkte mitnimmt wie möglich – und das ist mir gelungen.“ Der Franzose glaubt, „dass unser neues Auto noch nicht ausgereizt ist. Da steckt noch viel Potenzial drin, und das stimmt mich optimistisch.“ Da der Kurs in Italien fast ausschließlich enge Kurven und Spitzkehren aufweist, und keine langen Geraden zum Überholen einladen, ist sich Aiello sicher: „Dem Qualifying und der anschließenden Super-Pole kommen eine besondere Bedeutung zu.“


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