Rang zwei und drei für Jan Seyffarth in Oschersleben
Stefan Czerwonka gewann das erste Rennen der Formel König powered by Volkswagen im Motopark Oschersleben vor Jan Seyffarth und Hans-Martin Körber. Am Sonntag ging der Sieg im zweiten Rennen an den Österreicher Franz Kuncic vor Bruno Fechner und Jan Seyffarth, der an diesem Wochenende auch in der Formel Volkswagen supprted by ZF Sachs am Start war.
Im Zeittraining für das Sonntagsrennen sicherte sich Franz Kuncic die erste Pole-Position des Jahres. Mit seiner Rundenzeit von 1.30,002 Minuten auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs war er 0,039 Sekunden schneller als Bruno Fechner. Letzterer war war damit auch der schnellste “Rookie” im Feld. Mit dem belgischen Kart-Weltmeister Jerôme d’Ambrosio qualifizierte sich der zweitschnellste Neueinsteiger auf Position fünf.
Nach einer kurzen Pause traten die Fahrer zum Qualifikationstraining für das Samstagsrennen an, ein neuer Austragungsmodus, der in diesem Jahr für alle Formelklassen innerhalb des BERU-Top-10-Veranstaltungspaket gilt. Lange Zeit sah es danach aus, als ob Bruno Fechner seine zweite Pole-Position in Folge nach Hause fahren sollte, aber buchstäblich in allerletzter Sekunde setzte sich sein österreichischer Teamkollege Franz Kuncic an die Spitze. Fechner belegte somit Rang zwei vor Stephan Czerwonka.
Beim Start des ersten Rennens setzte sich Franz Kuncic in Führung vor Stefan Czerwonka, Bruno Fechner und Hans-Martin Körber. Bereits in der ersten Kurve verabschiedeten sich Mattias Mohrloher und Tobias Alzenberger nach einer Kollision aus dem Rennen. Kuncic konnte sich bereits in den ersten Runden absetzen, Czerwonka und Fechner kämpften vehement um Platz zwei. Auch Hans-Martin Körber und Jerôme d’Ambrosio beteiligten sich an den Auseinandersetzungen. Stark auf dem Vormarsch war Barna Paar: Innerhalb von zwei Runden machte er vier Plätze gut und schob sich auf den vierten Rang vor. In Runde elf jedoch drehte sich Paar von der Strecke und kollidierte dabei mit d’Ambrosio. Dadurch fiel der Ungar zurück auf Platz sechs, der Belgier sogar auf Position zehn. Franz Kuncic, der sich seines Sieges schon fast sicher war, wurde unterdessen wegen eines abgebrochenen Schalthebels immer langsamer und verlor in der dreizehnten Runde seinen ersten Platz an Stefan Czerwonka. Kurz darauf zogen auch Körber und Fechner vorbei. Czerwonka fuhr trotz einiger Attacken von Seyffarth in der Schlussrunde seinen ersten Sieg nach Hause, Seyffarth und Körber landeten auf den Plätzen.
Erneut setzte sich Franz Kuncic in Lauf zwei an die Spitze vor Barna Paar und Bruno Fechner. In der ersten Runde zog Kuncic bereits auf und davon, denn er kam mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden zum ersten Mal wieder über die Ziellinie. Barna Paar erwischte es in der zweiten Runde: Im Duell mit Fechner kam es zur Kollision und er rodelte in die Botanik. Fechner schob sich nach vorne auf Rang zwei, Stefan Czerwonka war fortan Dritter vor Jan Seyffarth und Matthias Moorloher. Aber Czerwonka hatte alle Hände voll zu tun, seine Position gegen den aufstrebenden Seyffarth zu verteidigen. In Runde waren Seyffarths Attacken erfolgreich: Er setzte sich gegen Czerwonka durch und eroberte Platz drei. So blieb die Reihenfolge bis zum Fallen der Zielflagge: Kuncic siegte vor Fechner und Seyffarth.