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2003-05-04 00:26:02 - ks
DRM: Kahle gewinnt ADMV-Pneumant-Rallye

Der amtierende Champion siegt beim zweiten DRM-Lauf souverän
Mit einem souveränen Sieg haben sich Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) in der DRM zurückgemeldet. Bei der ADMV-Pneumant-Rallye rund um die historische Lutherstadt Wittenberg zeigte der Vorjahres-Meister eine Bilderbuch-Leistung: Vor 53.000 Zuschauern lag der Görlitzer in der Endabrechnung 4.17,2 Minuten vor Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Lancer). Die Drittplatzierten Hermann Gassner / Siegfried Schrankl (Mitsubishi Carisma) setzten sich nach 17 Wertungsprüfungen über 193,2 Km (458,1 km Gesamtdistanz) mit einem knappen Vorsprung von 1,9 Sekunden gegen ihre Markenkollegen Oscar Svedlund / Björn Nilsson sowie gegen Maik Stölzel / Thomas Windisch (Skoda Octavia WRC) durch. In der Super-1600-Meisterschaft konnten erneut Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) vor Rainer Jostes / Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) sowie Horst Rotter / Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) gewinnen.

Kahle holt wichtige Punkte, Gassner bleibt Meisterschaftsleader
"Wir hatten viel Spaß und keine Probleme", freute sich Matthias Kahle nach der AMDV-Pneumant-Rallye. "Zu Beginn haben wir schon stark unter Druck gestanden, denn wir können uns keinen Ausfall mehr leisten." Beim überwiegend auf Schotter ausgetragenen zweiten Saisonlauf des höchsten deutschen Rallye-Championats holte der vierfache Deutsche Meister nach 1:45.17,7 Stunden die maximal möglichen 60 Punkte für zwei Tagessiege und den ersten Platz im Gesamtklassement. Nach seinem Ausfall beim Saisonauftakt liegt der Skoda-Werkspilot nun als Gesamt-Vierter 32 Zähler hinter Hermann Gassner. "Wir hatten absolut keine Probleme, aber ich musste bis zur letzten Prüfung kämpfen", so der Surheimer. "Zum Schluss habe ich mit den Reifen gepokert und habe in der letzten WP spezielle Racing-Reifen aufgezogen." Der Führende konnte mit zwei Gruppe-N-Tagessiegen und zusätzlichen Punkte für den dritten Platz im Gesamtergebnis den ersten Platz sichern. In einem spannenden Fight um die Plätze auf dem Siegerpodest zeigten außerdem Wallenwein / Zeitlhofer eine Klasse-Leistung, die im Laufe der zweiten Tagesetappe die schwedische Paarung Svedlund / Nilsson überholen konnten. Entsprechend erfreut war Wallenwein nach dem Zieleinlauf: "Der Super-Fight um den zweiten Platz hat viel Spaß gemacht. Unser Vorjahres-Ergebnis haben wir wiederholt – damit sind wir hoch zufrieden." Sein Konkurrent Svedlund zeigte sich insbesondere am ersten Tag der ADMV-Pneumant-Rallye bestens aufgelegt und ging als Zweiter in die zweite Etappe. Der 24-jährige musste sich jedoch in der Endabrechnung schließlich auch Gassner / Schrankl beugen, die damit für eine komplett deutsche Besetzung auf dem Podium sorgten. "Ich hatte nur Schotter-Reifen dabei, deshalb habe ich heute auf den reinen Asphalt-WPs viel Zeit verloren", erklärte der junge Schwede.

Super-1600-Meisterschaft extrem ausgeglichen
An Spannung kaum zu überbieten war die Entscheidung über den Sieg in der zweiten Tagesetappe der Division 3 (Gruppe A bis 1600 ccm). Die Sachsen Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) lieferten sich am zweiten Rallyetag mit Horst Rotter / Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) ein spannendes Duell um den Etappensieg. Erst ein Patzer auf WP 12 warf das bis dahin führende Opel-Duo entscheidend zurück, dass trotzdem mit zwei WP-Bestzeiten innerhalb der Division 3 sowie einer Gesamt-Bestzeit vor ausverkauftem Haus auf dem Pneumant-Dreieck in Rade überzeugen konnte. Rainer Jostes / Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) machten mit ebenfalls drei Bestzeiten in der Division auf sich aufmerksam, mussten sich aber mit 16,5 Sekunden Rückstand auf Mohe / Uhlig schließlich mit dem zweiten Platz begnügen. In der Wertung zur Super-1600-Meisterschaft, für die das Gesamtergebnis beider Tagesetappen ausschlaggebend ist, gewannen Mohe / Uhlig vor Jostes / Enderle und Rotter / Hawranke. "Das war absolut perfekt", freute sich Mohe, "wir haben uns jetzt ein Polster verschafft. Nun müssen die anderen in der Super-1600-Wertung nachlegen. Aber die Saison ist noch lang und da kann sich schnell etwas ändern. Schon den nächsten Lauf bei der Rallye Sachsenring in Zwickau schätze ich als sehr anspruchsvoll ein. Außerdem ist Horst Rotter ein starker Mann auf Asphalt."

Corazza / Rothe siegen in Division 5 vor Stapel / Haase
In der Division 5 (Gruppe N bis 2 Liter Hubraum) konnten sich Peter Corazza / Steffen Rothe (Honda Civic Type R) auch auf der zweiten Tagesetappe durchsetzen. Die für die schwächsten Fahrzeuge im Feld hoch anspruchsvollen Prüfungen der ADMV-Pneumant-Rallye beanspruchten dabei Mensch und Material. So freute sich denn auch Corazza im Ziel: "Wir sind hoch zufrieden mit dem Ergebnis, zumal wenn man bedenkt, dass wir ab der fünften WP Getriebeprobleme hatten. Heute kamen dann auf den letzten vier Prüfungen noch Probleme mit den Bremsen hinzu. Wittenberg bedeutet immer Kampf. Das Durchkommen zählt und wir sind glücklich im Ziel zu sein." Hinter dem Fahrsicherheitsinstruktor liefen Michael Stapel / Ute Haase sowie Peter Zehetmaier / Jürgen Breuer (alle Honda Civic) auf den Plätzen im Ziel ein.

Nationale Pneumant-Rallye
Bei der Nationalen Pneumant-Rallye, die über 9 der 16 Wertungsprüfungen führte, führten Sven und Steffen Lange (Ford Escort) klar, bis sie kurz nach Halbzeit mit technischem Defekt ausrollten. Danach entspann sich ein aufregender Kampf um jede Sekunde zwischen Ralf Reimann und Herbert von Kaufmann. Mit einem starken Endspurt entschieden die Zerbster Subaru-Piloten Ralf Reimann und Steve Herrmann mit 16 Sekunden Vorsprung auf den Berliner Herbert von Kaufmann und seinen Wittenberger Copilot Maximilian Menz (Mitsubishi) die Rallye für sich. Als beste Fahrer ohne Allradantrieb belegten die Vorjahressieger Gero Wildgrube und Thomal Keller (Wittenberg) in BMW 325 den dritten Rang. Nur 20 der 36 Teams erreichten das Ziel in der Lutherstadt Wittenberg.


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