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2003-04-27 17:44:40 - ks
DTM: Schneider siegt bravourös beim Saisonauftakt

(c) ts photo
Schneider demonstrierte bei schwierigen Bedingungen seine Klasse
Bernd Schneider heißt der strahlende Sieger des ersten Saisonrennens der DTM 2003 auf dem Hockenheimring. Der Mercedes-Benz-Fahrer überquerte nach bravouröser Fahrt auf der regennassen Piste nach 37 Runden mit einem Vorsprung von 28,002 Sekunden die Ziellinie. Schneiders Triumphfahrt, bei der er zeitweise pro Runde über zwei Sekunden schneller war als die Konkurrenz, war sein insgesamt 36. DTM-Sieg. Damit hat er nun mit Rekordsieger Klaus Ludwig gleichgezogen.

Zweiter wurde Marcel Fässler (Mercedes-Benz). Der Schweizer profitierte von einer ausgeklügelten Strategie zu Beginn des Rennens und hielt in tollen Duellen bis zum Fallen der Zielflagge auch Vorjahres-Champion Laurent Aiello (Abt-Audi) nieder. Der Franzose hatte viel zu tun in einem DTM-Lauf, der die Fans trotz eines heftigen Regenschauers erhitzte. Auch mit Landsmann Jean Alesi, der Vierter wurde, lieferte sich Aiello packende Fights. Die Punkteränge komplettierten Mercedes-Youngster Christijan Albers, die beiden Opel-Piloten Peter Dumbreck und Timo Scheider sowie Mattias Ekström (Abt-Audi).

Reichlich Rennaction, eine ausgewogene Leistungsdichte aller 21 Piloten von Abt-Audi, Mercedes-Benz und Opel, spektakuläre Pflicht-Boxenstopps mit Nachtanken sowie ein neuer Trainingsmodus am Samstag - das Fazit nach dem ersten Saisonrennen fiel bei Fans und Fahrern gleichermaßen positiv aus. 57.000 Zuschauer erlebten an drei Tagen DTM-Faszination pur.

Das größte Lob bekam Bernd Schneider von seinem "Boss" ausgestellt. Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Bernd fuhr in einer eigenen Liga. Ich kenne ihn seit 1990. Das war die beste Leistung, die ich je von ihm gesehen habe. Er hat dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt." Der in Monaco lebende dreifache DTM-Champion schaute schon wenige Minuten nach Rennende nach vorne: "Das war ein perfekter Start in die Saison. Ich hoffe, dass es so weiter geht. Aber das Vergnügen werden mir die anderen wohl nicht gönnen." Norbert Haug war insgesamt zufrieden: "Vier unser Werksautos sind unter den ersten Fünf. Toll."

Der amtierende DTM-Champion Laurent Aiello freute sich über Rang drei: "Gewinnen hätte ich heute ohnehin nicht können. Ein Platz auf dem Podium und Punkte waren mein Ziel. Ich bin zuversichtlich für die weitere Saison. Mein Abt-Audi ist sehr gut, jedoch werden wir uns beim nächsten Mal besser qualifizieren müssen." Teamchef Hans- Jürgen Abt freute sich besonders für die Fans: "Das war ja ein geradezu dramatischer Auftakt und ein gutes Vorzeichen für eine super Saison. Wir sind zwar aus dem letzten Jahr Siege gewöhnt, aber nun sind die Karten neu gemischt."

Als bester Opel-Pilot holte Peter Dumbreck mit Rang sechs drei Punkte. Der britische Opel-Neuzugang war happy über seinen gelungenen Saisonauftakt: "Mein Astra V8 Coupé lag sowohl im Nassen als auch im Trockenen perfekt. Außerdem war unsere Teamstrategie super, obwohl das bei diesem Wetter ja auch immer ein Pokerspiel ist." Opel-Teamchef Volker Strycek fügte hinzu: "Ich freue mich riesig für Peter und sein tolles Ergebnis in seinem ersten Rennen für Opel. Wir haben bei Opel beschlossen, einen neuen Weg zu gehen. Das war richtig. Es bedeutet jedoch, das wir noch ein bisschen Zeit brauchen. Aber: Wir kommen." Die Änderungen im sportlichen Reglement beurteilte Strycek positiv: "Das neue DTM-Format mit einem deutlich längeren Rennen mit zwei Boxenstopps und Nachtanken bietet viel Spannung. Kompliment an alle Teams in der Boxengasse. Die Mannschaften haben durch die Bank ein sehr hohes Niveau gezeigt."

Ergebnis Rennen:
1. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) +37 Runden
2. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) +28,002 Sekunden
3. Laurent Aiello (Abt-Audi) +28,292
Sekunden
4. Jean Alesi (Mercedes-Benz) +38,467 Sekunden
5. Christijan Albers (Abt-Audi) +1.01,237
Minuten
6. Peter Dumbreck (Opel) +1.16,749
Minuten
7. Timo Scheider (Opel) +1.19,342
Minuten
8. Mattias Ekström (Abt-Audi) +1.22,578
Minuten
9. Manuel Reuter (Opel) +1.26,139
Minuten
10. Thomas Jäger (Mercedes-Benz) +1.28,728 Minuten


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