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F1: Schumacher-Brüder in Startreihe eins

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Startplatz eins beim Heimspiel: Michael Schumacher |
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| Michael und Ralf Schumacher waren am Samstag im Qualifikationstraining zum Großen Preis von San Marino eine Klasse für sich und ließen den Konkurrenten keine Chance. Am Schluss hatte der große Bruder knapp die Nase vorn und sicherte sich in Imola für das Ferrari-Heimrennen die insgesamt 52. Pole- Position seiner Karriere. „Bitte, erwartet keine Antwort“, sagte Michael Schumacher nach seiner Bestzeit am Samstag bedrückt, wie sie mit der schweren Situation umgingen. Mutter Elisabeth Schumacher war in der Uniklinik Köln nach einem Zusammenbruch operiert worden und liegt jetzt im künstlichen Koma.
Nach der obligatorischen Pressekonferenz verließen die die Schumacher-Brüder sofort mit ihren Ehefrauen Corinna und Cora das Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Sie flogen direkt nach Köln zu ihrer Mutter. Beim Rennen am Sonntag werden sie antreten.
So bedrückend die familiäre Lage der beiden Kerpener derzeit ist, so erfreulich stellt sich die sportliche Seite dar. „Wir haben eine realistische Chance, das Rennen zu gewinnen“, sagte Michael Schumacher nach seiner schnellsten Runde von 1:22,327 Minuten zuversichtlich. „Mein Bruderherz wird mir allerdings das Leben schwer machen. Mal schauen, was am Sonntag passiert.“
Mit seiner insgesamt vierten Pole-Position im Autodromo Enzo e Dino Ferrari löste der Rheinländer trotz spärlich besetzter Tribünen ein Festival in Rot aus. „Es ist toll, wieder da zu sein“, meinte Michael Schumacher nach den jüngsten sportlichen Rückschlägen. „Es ist toll für unsere Tifosi. Sie haben es verdient.“ Teamkollege Rubens Barrichello rundete den Erfolg als Dritter ab.
Freude pur herrschte auch bei Ralf Schumacher nach seinem zweiten Platz. Weil er seinen weiß-blauen Wagen im freien Training in einen Reifenstapel geknallt hatte, musste er im Qualifying im Ersatzauto antreten. „Ich glaube, dass wir um den Sieg mitfahren“, so der jüngere Schumacher-Bruder über sein überraschend gutes Ergebnis.
„Die Höhle des Löwen scheint uns zu liegen“, kommentierte BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger das Ergebnis seiner Schützlinge. Der Kolumbianer Juan-Pablo Montoya belegte den vierten Rang.
Dagegen überwog im Silberpfeil-Lager Ernüchterung. WM- Spitzenreiter Kimi Räikkönen wurde Sechster, David Coulthard nur Zwölfter.
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