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2003-04-18 17:45:21 - ks
F1: Kann ich mal Dein Auto haben?

Jeff Gordon wird Montoyas WilliamsF1 BMW FW25 fahren
Manche Autos verleiht man einfach nicht. Einen Formel-1-Rennwagen beispielsweise oder ein NASCAR. Oder doch? Am 11. Juni 2003, am Mittwoch vor dem Großen Preis von Kanada, wird Juan Pablo Montoya den Chevrolet des viermaligen NASCAR Winston Cup Champions Jeff Gordon auf dem Indianapolis Motor Speedway fahren. Gleichzeitig wird Gordon den WilliamsF1 BMW FW25 des kolumbianischen Formel-1-Stars bewegen.

Der außergewöhnliche Fahrzeugtausch sorgt auf beiden Seiten des Atlantiks, sowohl in der Heimat des BMW WilliamsF1 Teams als auch bei den amerikanischen NASCAR-Anhängern, für Furore. Denn für beide Piloten bedeuten die Runden auf dem 4,2 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs der legendären US-Rennstrecke die ersten Erfahrungen mit der Fahrzeug-Spezies des anderen. Fans haben bei diesem Ereignis kostenlosen Zutritt. In einer anschließenden Pressekonferenz werden die beiden Fahrer ihre Eindrücke schildern.

Für beide Rennfahrer ist der Indianapolis Motor Speedway mit Erinnerungen an besondere Erfolge und große Ziele verbunden: Montoya (27) gewann auf dem berühmtesten Oval-Kurs der Welt im Jahr 2000 das 500-Meilen-Rennen und wird im September 2003 erneut versuchen, einen historischen Doppelerfolg zu erzielen, indem er auch den US-Grand-Prix gewinnt.

Jeff Gordon (31) gewann bereits drei Mal das "Brickyard 400" - einer der Höhepunkte der NASCAR-Saison. Im August 2003 strebt er dort seinen vierten Triumph an. Auf dem GP-Kurs, der nur einen Teil des Ovals einbezieht, ansonsten aus einem engen Geschlängel im Innenraum besteht und in entgegengesetzter Richtung gefahren wird, hat Gordon noch keine Meile zurückgelegt.

"Ich freue mich sehr auf die Chance, einen Formel-1-Wagen zu fahren, davon habe ich immer geträumt", betont der Kalifornier, "und dabei geht es mir um das Erlebnis, nicht etwa um eine Formel-1-Karriere."

Juan Pablo Montoya sieht der neuen Erfahrung ebenfalls freudig entgegen: "Das wird hochinteressant für mich. Das große, schwere NASCAR in Indy zu fahren, wird etwas völlig anderes sein, als dort ein Formelfahrzeug zu steuern. Ich werde diese Gelegenheit einfach genießen, und ganz sicher muss sich Jeff keine Sorgen machen, dass ich ihm seinen Job streitig mache."
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