Supercup: Alles ist möglich: 13 von 19 Startern sind neu
Seit der ersten Saison 1993 findet das Auftaktrennen in Imola statt.
Die Nennliste zum ersten von zwölf Läufen des Porsche-Michelin-Supercup in Imola umfasst 19 Fahrer, von denen 13 am Anfang ihrer ersten, vollständigen Rennsaison im schnellsten internationalen Markenpokal der Welt stehen. Unter ihnen finden sich Sportwagen-Spezialisten wie Klaus Graf (Dornhan), der aus der US-amerikanischen American Le Mans Series zum Supercup stößt, oder die Ex-DTM-Fahrerin Ellen Lohr (Monaco), deren Porsche-Erfahrung sich auf wenige Stunden beschränkt. Walter Lechner jr. (Österreich) nimmt als jüngster Spross der bekannten Rennfahrer-Familie die Herausforderung an, und mit Sebastiaan sowie Michael Bleekemolen sind zwei Top-Vertreter des niederländischen Motorsports dabei.
Der Italiener Luca Riccitelli taucht ebenfalls erstmals auf der Liste der regelmäßigen Starter auf. Allerdings sorgte der Gran Turismo-Fahrer im vergangenen Jahr in Imola für Aufsehen, als er bei einem Gaststart sein Premieren-Rennen im Porsche-Michelin-Supercup gewann.
Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Pierre Kaffer (Burgbrohl) fuhren erst wenige Gast-Einsätze im Supercup, verfügen aber im Renn-Porsche bereits über große Erfahrung. Stippler gehört seit 1997 zu den regelmäßigen Startern des deutschen Carrera Cup, wo er 2000 Vizemeister war. Kaffer schloss 2002 als dritter der Gesamtwertung im Carrera Cup ab. Wolf Henzler (Nürtingen) bestritt im vergangenen Jahr beide Championate und konnte im Porsche-Michelin-Supercup die Läufe in Silverstone (England) und Indianapolis (USA) gewinnen.
Bis zur Halbzeit führte 2002 der Italiener Alessandro Zampedri die Fahrerwertung des Porsche-Michelin-Supercup an. Zampedri hält in Imola noch immer den Rundenrekord (1:57.654 Minuten), den er 2001 aufstellte. Der Ex-Indy-500-Fahrer ist auch in der aktuellen Saison dabei. Sein Teamgefährte bei DeWalt Racing-PZRO-JAM ist niemand anderer als Patrick Huisman, der von 1997 bis 2000 viermal in Folge den Supercup holte. Huisman hält mit 17 Siegen und 14 Trainingsbestzeiten zwei klare Rekorde.
Seit der ersten Saison 1993 findet das Auftaktrennen zum Porsche-Michelin-Supercup im Rahmen des GP von San Marino in Imola statt. Als Rekordsieger steht Uwe Alzen in den Annalen, der hier 1993 und 1994 gewann. Der amtierende Supercup-Meister, Stéphane Ortelli (Monaco), nahm 1998 die Trophäe des Gewinners mit; im selben Jahr, als er auf Porsche auch den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans errang. DTM-Pilot Bernd Mayländer (Schorndorf) trug sich 1999 in die Siegerliste ein. Jörg Bergmeister (Langenfeld) gewann 2001 auf dem Weg zum Gesamtsieg im Porsche-Michelin-Supercup, der einen entscheidenden Schritt zum Engagement als Porsche-Werksfahrer im darauffolgenden Jahr darstellte.