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Rallye Challenge: Kübler/Seeger Sieger im St. Wendeler Land

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Kübler gewann mit nur 2,1 Sekunden Vorsprung auf Färber |
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| Nach einem spannenden Duell mit mehreren Führungswechseln reichten den Schwaben Uli Kübler und Armin Seeger im Mitsubishi Lancer Evo VI 2,1 Sekunden Vorsprung um ihren Markenkollegen Frank Färber (Neuwied) und dessen Copiloten Uli Sticher aus Nohfelden auf Platz zwei zu verweisen. Kübler wahrte mit diesem Erfolg seine Chancen auf den Challenge-Titel, der zweiten Liga im deutschen Rallye-Sport.
„Das war zum Ende noch richtig knapp“, kommentierte Kübler seinen Erfolg auf der Zielrampe vor dem Rathaus in Freisen. Aber auch Frank Färber kam nicht ungeschoren davon. Er übernahm zwar vom Start weg die Führung, musste aber später zurückstecken, „mein Beifahrer litt an einer akuten Erkältung, konnte deshalb nicht konzentriert im Auto arbeiten, so dass ich einen großen Teil der Strecken ohne Ansage auf Sicht fahren musste.“ Trotz einer Schluss-Attacke fehlten im Ziel nach zwölf Wertungsprüfungen gerade mal 2,1 Sekunden zum Sieg.
Auf dem dritten Platz lag bis zur vorletzten Prüfung der amtierende Luxemburger Rallye-Meister Mike Souvigné in einem Honda Civic Typ R. Dort sprang eine Sicherung raus und sie verloren über 10 Sekunden bis das Auto wieder richtig lief. Durch den Zeitverlust fielen sie hinter die Saarländer Lars Mysliwietz/Jörg Bastuck zurück, die ebenfalls auf einem Civic unterwegs waren. Trotz einer harten Attacke auf der letzten Prüfung reichte es für Souvigné mit Co-Pilot Michel Weydert nicht mehr, im Ziel fehlte der Lidschlag von 0,9 Sekunden. „Heute morgen hatten wir Probleme, jetzt traf es Mike, irgendwie ist das ausgleichende Gerechtigkeit“, freute sich Mysliwietz im Ziel über den dritten Gesamtrang. „Wir haben zudem für unsere Starts in der Deutschen Meisterschaft heute eine bessere Abstimmung gefunden“, erklärte der Pilot aus Nalbach.
Auf dem fünften Gesamtrang liefen Kai-Uwe Lutz und Andreas Emig ein. Das Duo aus Winnenden bzw. Wald-Michelbach fuhr seinen Opel Astra auf den ersten Platz ich ihrer Wertungsklasse und strich damit die maximal möglichen 20 Challenge-Punkte ein. Nach den zweiten von fünf Läufen liegen sie nun in der Zwischenwertung deutlich in Front.
Für einige Challenge-Aspiranten endete der Auftritt im Saarland punktelos. Sven Schädler aus dem Pfälzischen St. Martin verlor seinen bisherigen zweiten Platz, als er seinen Renault Clio vorzeitig abstellen musste. Auch Michael Memmel (Opel Astra), Udo Jentsch (Peugeot 205) oder Reinhard Honke (Ford Escort Cosworth) mussten wegen technischer Defekte vorzeitig die Heimreise antreten.
Der erste Challenge-Lauf im St. Wendeler Land fand viel Anerkennung. „Eine tolle Rallye, super kompakt und anspruchsvolle Wertungsprüfungen, schade nur, dass hier nicht mehr Teilnehmer am Start waren“, kommentierte der schwäbische Gesamtsieger Uli Kübler. Lobende Worte fand auch Schirmherr Franz-Josef Schumann, Landrat des Kreises St. Wendel: „Ich freue mich, dass diese Rallye den Namen unseres Landkreises trägt – eine tolle Werbung für unsere Region.“ Bürgermeister Wolfgang Alles, in dessen Freisener Gemeindeverwaltung das Rallye-Zentrum untergebracht war: „Wir freuen uns für und mit der Rallye und ich lade sie schon jetzt ein, bei der Rallye im nächsten Jahr wieder unser Gast zu sein.“ Karl-Heinz Finkler, Sportleiter des ADAC Saarland im Anschluss an diese Reden, „das motiviert uns weiterzumachen, auf Wiedersehen in 2004.“
Sieger der im Rahmen des Challenge-Laufes ausgetragenen nationalen Rallye wurde das Team Axel Friedhoff/Gerd Stein aus Bergweiler bzw. Wittlich im Mitsubishi Lancer. Die Losheimer Dieter und Claudia Reiland belegten im Mitsubishi Galant mit einem Rückstand von 9,6 Sekunden den zweiten Rang. Den letzten Platz auf dem Podest eroberten sich Joachim Meinzer und Clemens Schmidt (Dettingen/Gondelsheim) in Ford Sierra Cosworth.
Resultate der 1. ADAC-Rallye St. Wendeler Land:
1. Uli Kübler/Armin Steeger (Öhringen), Mitsubishi Carisma GT, 57:59,0 Minuten
2. Frank Färber/Ulrich Sticher (Neuwied/Nohfelden), Mitsubishi Carisma GT, + 0:02,1 Min.
3. Lars Mysliwietz/Jörg Bastuck (Nalbach), Honda Civic Type R, + 1:37,5 Min.
4. Mike Souvigné/Michael Weydert (Luxembourg), Honda Civic Type R, + 1:38,4 Min.
5. Kai-Uwe Lutz/Andreas Emig (Winnenden/Wald-Michelbach), Opel Astra, + 2:44,9 Min.
6. Michael Frölich/Ingolf Mergen (Ottweiler/Walhausen), Peugeot 306 S16, + 3:29,5 Min.
7. Christian Hickethier/Johannes Fries (Wahlen/Rissenthal), Opel Astra, + 5:46,6 Min.
8. Yves Dulex/Thomas Jörimann (Schweiz), Nissan Sunny GTI-R, + 7:15,7 Min.
9. Gerd Busse/Guido Zimmer (Dirmingen), Nissan Micra, + 14:50,1 Min.
10. Hans-Dieter Djoleff/Carsten Vetter (Augustdorf/Chemnitz), Peugeot 106, + 18:04,7 Min.
Stand Deutsche Rallye-Challenge nach 2 von 5 Läufen:
1. Lutz 40 Punkte. 2. Färber, Busse, Kübler, Mysliwietz, M. Moufang, Gassner, N. Moufang, Werner, Weilender, Steudten, Würtz und Hochwimmer, je 20.
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