Marcus Grönholm erzielte sieben von neun Bestzeiten
Die Kombination Grönholm-Peugeot-Michelin hat wieder zugeschlagen: Auf der ersten Etappe der Rallye Neuseeland markierte der zweifache Weltmeister Marcus Grönholm von neun möglichen Bestzeiten nicht weniger als sieben und führt mit 38,1 Sekunden Vorsprung die Klassement locker an. Auf dem überraschenden zweiten Platz liegt Markko Märtin mit dem brandneuen Ford Focus WRC 03. „Mit einem solchen Ergebnis hatten wir nie gerechnet. Es lief perfekt“, freute sich der Este im Etappenziel. „Aber es wird schwer, den zweiten Platz zu halten.“ Dafür wird schon Petter Solberg im schnellsten Subaru Impreza sorgen, der auf der ersten Etappe nicht alles riskierte. „Es geht sicherlich noch schneller und die Rallye ist noch lang“, ist der Norweger überzeugt. Mit Richard Burns und Harri Rovanperä komplettieren die beiden weiteren Werks-Peugeot 206 die ersten fünf.
Das zuletzt in der Türkei siegreiche Citroen-Team konnte das Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen. Und mit Colin McRae mussten die Franzosen auch schon einen Ausfall hinnehmen. In der Auftaktprüfung hatte der Schotte bei einem Dreher noch Glück. Doch in der sechsten Prüfung touchierte der Highlander einen Felsen und baute ein Vorderrad ab. Alle drei Citroen-Piloten klagten zudem über beschlagene Windschutzscheiben. „Aber das war nicht der Grund für den Unfall“, stellte McRae klar. Sebastien Loeb war als sechster hingegen zufrieden: „Mein Ziel sind hier WM-Punkte. Daher ist Platz sechs absolut in Ordnung.“ Schnellster Skoda ist überraschend Didier Auriol. Der Franzose rangiert nach neun WP´s auf Rang zehn und war rund eine halbe Minute schneller als der vermeintliche Schotter-Spezialist Toni Gardemeister aus Finnland im zweiten Octavia WRC.
Gleich zwei Ausfälle mußte das MSD-Team hinnehmen. Armin Schwarz verschrottete seinen Hyundai Accent in der Auftaktprüfung nach ca. 12 Kilometern. „Nach einer schnellen Rechtskurve konnten wir die folgende Linkskurve nicht richtig anfahren und mussten cutten“, beschrieb der Deutsche das Malheur. „Das Auto wurde ausgehebelt und wir haben uns mehrfach überschlagen.“ Sein finnischer Markenkollege Jussi Valimäki verunfallte in der achten Prüfung.
In der Gruppe N-Wertung führt Cody Crocker mit einem Subaru Impreza vor zehn eingeschriebenen Piloten aus der Production-Car-World-Rally-Championship (PCWRC). Pech hatte der australische Mitfavorit Possum Bourne, der seinen Subaru Impreza nach der fünften Prüfung mit Motorproblemen abstellen mußte.