Die populärste Tourenwagenserie Europas startet mit attraktiven Neuerungen im sportlichen Reglement in ihr viertes Jahr. Spektakulär ist das neue Rennformat mit etwa 160 Kilometer langen Rennen und zwei Pflichtboxenstopps. Ein Novum in der DTM ist dabei das Nachtanken, das während dieser Stopps erlaubt wird. Das hochkarätige Starterfeld international renommierter Stars und viel versprechender Nachwuchsrennfahrer garantiert Motorsport auf höchstem Niveau. 21 Fahrer treten in faszinierenden Tourenwagen von Audi, Mercedes-Benz und Opel an. Zehn Rennen stehen auf dem Programm, davon sechs in Deutschland und vier im benachbarten Ausland. Neu ist der Adria International Raceway in Italien.
„Alles was wir tun, dient nur dem Ziel, unsere ‚Kunden‘ an der Rennstrecke und vor den Bildschirmen eine gute Unterhaltung zu bieten und sie in höchstem Maße zufrieden zu stellen“, sagt der ITR-Vorsitzende Hans Werner Aufrecht. Alles für das Publikum – dazu gehören familien- und jugendfreundliche Ticketpreise, die einzigartige Fannähe der DTM und auch die neuen Start- und Sendezeiten. Die Rennstarts sind einheitlich um 14 Uhr, ARD und ZDF schalten sich jeweils um 13.45 Uhr zu.
Stars wie Alesi, Aiello, Reuter und Schneider, Junioren von Audi und Opel
Das 21-köpfige DTM-Starterfeld präsentiert sich als gelungene Mischung aus Bewährtem und Neuem. Langjährige DTM-Stars wie der amtierende Meister Laurent Aiello (Abt-Audi), der ehemalige ITC-Champion Manuel Reuter (Opel) oder der dreimalige DTM-Meister Bernd Schneider (Mercedes-Benz) werden erneut um Sieg und Punkte kämpfen – ebenso wie die internationalen Spitzenpiloten Jean Alesi (Mercedes-Benz), Alain Menu (Opel) oder Karl Wendlinger (Abt-Audi). Neu sind 2003 der Niederländer Jeroen Bleekemolen (Opel), der Japaner Katsutomo Kaneishi (Mercedes-Benz) und der Deutsche Peter Terting (Abt-Audi). Gegen die Arrivierten stellen sich bekannte Jung-Stars wie Mattias Ekström (Abt-Audi), Timo Scheider (Opel) oder Marcel Fässler (Mercedes-Benz) und viel versprechende Junioren wie Terting und Bleekemolen.
Dank neuem Rennformat unglaubliche 72 Rennrunden auf dem Norisring
Die markanteste Neuerung im Reglement betrifft das Rennformat: Die Rennen werden etwa 160 Kilometer lang sein statt 100 wie bisher. Für den Norisring bedeutet dies eine Renndistanz von 72 Runden. Dabei waren die 44 Runden der Vorjahre bereits äußerst spannend für die Zuschauer – und extrem beanspruchend für Fahrer und Autos. Ebenfalls für Hochspannung werden die Boxenstopps sorgen. Ab 2003 sind zwei pro Rennauto vorgeschrieben. Ein Wechsel der Dunlop-Reifen ist beide Male Pflicht, nachtanken nur gestattet – allerdings werden die DTM-Autos mindestens einmal Benzin holen müssen. Tankstopps sind ein Novum in der DTM, Teamtaktik und Strategie mehr denn je gefragt.
Nach neuem Modus beginnt das Qualifying am Samstag mit einem 20-minütigen Zeittraining. Dabei wird die Startaufstellung ab Platz elf aufwärts sowie die Reihenfolge für die Jagd nach der Pole Position ermittelt. Nach einer zehnminütigen Pause treten innerhalb von 30 Minuten die schnellsten Zehn zum Einzelzeitfahren an, der „Super-Pole“. Dabei startet der Schnellste des Zeittrainings zuletzt.
Neu ist auch die Punktewertung für Fahrer nach dem System der Formel 1 (Punkte für Platz eins bis acht 10-8-6-5-4-3-2-1) sowie die Markenwertung. Hierfür werden alle Fahrzeuge eines Herstellers nach dem Punkteschema der Fahrer berücksichtigt. Um die Kosten weiter zu verringern, stehen laut technischem Reglement für jeweils zwei Fahrer 2003 nur noch insgesamt drei statt wie bisher vier Vierliter-V8-Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung. Alle Autos verfügen über Heckantrieb und V8-Motoren mit vier Litern Hubraum. Viele Materialien und Bauteile sind einheitlich vorgeschrieben, elektronische Fahrhilfen verboten. DTM-Reifenpartner Dunlop beliefert alle Teams mit dem gleichen Reifentyp.