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2003-04-07 00:48:45 - ks
RAID: In Tunesien will Mitsubishi die Serie fortsetzen

Peterhansel / Cottret während des zwei Kilometer langen Prologs
Nach Siegen bei der Dakar-Rallye und der Baja Italien durch Hiroshi Masuoka geht Mitsubishi die dritte große Herausforderung der Marathon-Saison 2003 an: die Optic 2000 Rallye in Tunesien. Der zweite Lauf zum Marathon-Weltcup begann am 5. April mit einem zwei Kilometer langen Prolog im französischen Toulon. Richtig ernst wird der Wettkampf am 7. April mit der ersten Etappe in Tunesien, einer schnellen Schotter-Prüfung, die unter anderem über den Salzsee Schott El Jerid führt. Bis zum Ziel in der Küstenstadt Djerba am 13. April müssen 2175 Kilometer, davon 2008 Kilometer in Wertung, absolviert werden.

Stéphane Peterhansel, der mit seinem Beifahrer Jean-Paul Cottret einen von zwei Mitsubishi Pajero Evolution steuert, will seinen Erfolg vom Vorjahr, als er bei seinem ersten Einsatz für Mitsubishi auf Anhieb siegte, wiederholen. „Bei der Dakar und in Italien verlor ich den Sieg jeweils kurz vor dem Ziel. In Tunesien soll es endlich klappen. Auch wenn die Rallye hart ist, liebe ich es, hier in der Wüste zu fahren“, erklärt der 37 Jahre alte Franzose, der in der Schweiz wohnt. Da der Weltcupführende Hiroshi Masuoka nach zwei Siegen in Folge pausiert, startet Teamkollege Massimo Biasion erstmals in dem seit seinem Debüt im November 2002 ungeschlagenen Pajero Evolution. Bei der Baja in seiner Heimat Italien musste der zweifache Rallye-Weltmeister wegen eines Armbruchs pausieren, den er sich beim Skifahren zugezogen hatte. Daher kann Biasion den jetzt anstehenden Einsatz kaum abwarten: „Mit diesem Siegerauto zu fahren ist eine unglaubliche Gelegenheit, auf die ich mich sehr freue.“

Für Team-Manager Dominique Serieys steht fest: „Die Tunesien-Rallye wird sehr schwer.“ Bei den im Süden des Landes ausgefahrenen Prüfungen müssen weitläufige Wüstengebiete durchquert werden. Dabei kann es immer wieder zu unliebsamen Überraschungen kommen. So behinderte im Vorjahr ein gewaltiger Sandsturm die Fahrt der Piloten.

Die deutsche Marathon-Expertin Andrea Mayer kennt Tunesien aus vorherigen Einsätzen mit Motorrad und Auto. 2002 belegte die Mitsubishi-Pilotin bei dem einwöchigen Wüsten-Trip den zweiten Platz in der Diesel-Wertung. In diesem Jahr startet die Allgäuerin an der Seite des zweifachen Dakar-Siegers Andreas Schulz mit einem Pajero DI-D erneut in der Diesel-Kategorie der Allrad-Geländewagen.

„Tunesien – das bedeutet immer viel Sand“, weiß Mayer. „Bereits auf der zweiten Prüfung von Sabria nach Ksar Ghilane erwarten uns die weißen Dünen von El Faouar. In ihren extrem weichen Sand kann man sich schnell festfahren. Versucht man sie zu umfahren, besteht die Gefahr, von der Route abzukommen. Aber nicht nur hier sind die Navigations-Künste des Beifahrers gefordert, speziell auf der fünften Prüfung von El Borma nach Nekrif und auf der Schleife rundum Nekrif tags darauf wird Andy alle Hände voll zu tun bekommen, mir den richtigen Weg anzusagen.“ Auch die Königsetappe der Tunesien-Rallye hat die 35-Jährige bereits ausgemacht: „Das sind mit Sicherheit die beiden insgesamt 276 Kilometer langen Schleifen der vierten Prüfung rund um El Borma, die durch meterhohe Dünenlandschaften führen.“

Bereits bei der Dakar hat sich der Pajero im schweren Gelände bestens bewährt. Daher blicken die Mitsubishi-Piloten zuversichtlich auf die schwierigen Aufgaben in Tunesien. Während Peterhansel und Biasion in ihren Pajero Evolution unter anderem gegen Weltcup-Sieger Jean-Louis Schlesser (Schlesser-Buggy) und den Nissan-Werkspiloten Giniel de Villiers um den Gesamtsieg kämpfen, peilen Mayer/Schulz den ersten Platz in der stark besetzten Diesel-Klasse an.


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