 |
F1: Räikkönen gewinnt chaotischen Grand-Prix in Brasilien

|
 |
Zweiter Sieg in Folge: Kimi Räikkönen |
 |
 |
 |
 |
| Der dritte Grand-Prix der Saison 2003 endete chaotisch, dabei hatte die „Schlacht“ in Brasilien eher harmlos begonnen. Siegreich war Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes, der in Sao Paulo seinen zweiten Sieg in Folge feiern durfte. Zweiter wurde der Italiener Giancarlo Fisichella im Jordan-Ford, Fernando Alonso als Dritter.
In Folge heftiger Regenfälle wurde das Rennen mit 15 Minuten Verspätung gestartet. Erstmals seit dem Grand Prix von Belgien 1997 fuhr vom Start weg das Safety Car aus Sicherheitsgründen vor dem Feld. Erst nach acht Runden gab das Sicherheitsauto die Strecke frei. Später Start und frühes Ende: Nach einem schweren Unfall von Mark Webber (Jaguar-Cosworth) wurde das Rennen nach 55 von 71 Rennrunden abgebrochen. Geführt hatte zum Zeitpunkt des Rennabbruchs sensationell der Italiener Fisichella, vor dem späteren Sieger Kimi Räikkönen. Denn gewertet wurde der Stand nach Runde 53, sodass die Reihenfolge Räikkönen vor Fisichella und Fernando Alonso hieß. Bei der Siegerehrung fehlte Alonso schließlich. Der Renault-Fahrer war auf dem Weg ins Krankenhaus, nachdem er mit seinem Wagen in die Schrottteile des Webber-Jaguars gefahren war und spektakulär verunglückte. Aus der Klinik kam Entwarnung: Der 21 Jahre alte Spanier hatte keine ernsten Blessuren erlitten.
Einen rabenschwarzen Rennsonntag erlebten die beiden Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello. Ausgerechnet Schumacher, der „Regenkönig“, verpatzte seine Siegchancen mit einem Fahrfehler in Runde 27. Rubens Barrichello, der bei seinem Heimspiel aus der Pole Position ins Rennen gestartet war, fiel in Runde 47 in Führung liegend aus – übrigens der zehnte Ausfall beim elften Grand-Prix in seiner Heimat! Schumacher ärgerte sich am meisten darüber, dass seine Zuverlässigkeit in die Brüche gegangen ist. Zuletzt war er beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring am 29. Juli 2001 ausgeschieden. In diesem Jahr versäumte er nach eigenen Fahrfehlern schon in den ersten beiden Grand-Prix eine bessere Platzierung.
Als Vierter bestätige David Coulthard erneut die gute Performance der Silberpfeile. Die beiden McLaren-Mercedes-Piloten führen die Gesamtwertung nach drei von 16 Rennen an und liegen auch in der Konstrukteurswertung vorn. „Wir haben einen Riesenschrottplatz hier gesehen. Ich bin froh, dass das Rennen vorbei ist“, sagte Norbert Haug nach dem turbulenten Rennen.
Ohne Punkte tritt BMW-Williams die Heimreise an. Ralf Schumacher verpasste als Neunter einen Platz in den Punkten nur knapp. Sein Teamkollege Juan Pablo Montoya schied nach einem Unfall aus.
Regen bestimmte das Rennwochenende in Sao Paulo: Schon die Qualifikationen am Freitag und am Samstag glichen eher einem Glücksspiel. Am Sonntag fiel die traditionelle Fahrer-Parade wegen eines Wolkenbruchs aus. An einigen Stellen stand die Strecke unter Wasser. Den Teams wurde, entgegen den Bestimmungen, wegen der Wetterbedingungen erlaubt, Veränderungen an ihren Wagen unmittelbar vor dem Start vorzunehmen.
Rennergebnis:
1. Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) 1:29.53,179 Stunden
2. Giancarlo Fisichella (Jordan-Ford) +0,831 Sekunden
3. Fernando Alonso (Renault) +6,695 Sekunden
4. David Coulthard (McLaren-Mercedes) +7, 391 Sekunden
5. Heinz-Harald Frentzen (Sauber-Petronas) +9, 392 Sekunden
6. Jacques Villeneuve (BAR-Honda) +17,910 Sekunden
7. Mark Webber (Jaguar-Cosworth) +20,070 Sekunden
8. Jarno Trulli (Renault) +23,569 Sekunden
9. Ralf Schumacher (Williams-BMW) +33,556 Sekunden
10. Cristiano Da Matta (Toyota) -1 Runde
Ausfälle: Michael Schumacher (Ferrari), Rubens Barrichello (Ferrari), Juan Montoya (Williams-BMW), Nick Heidfeld (Sauber-Petronas), Jenson Button (BAR-Honda), Olivier Panis (Toyota), Ralph Firman (Jordan-Ford), Antonio Pizzonia (Jaguar-Cosworth), Jos Verstappen (Minardi-Cosworth), Justin Wilson (Minardi-Cosworth)
Verwandte News: Barrichello Pole beim Heim-GP Montoya: „Senna war und ist mein Idol“ April, April! Ferrari testet auf der Nordschleife |  |