Ingo Schwarz erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen
Die Ergebnisse interessierten am Ende niemanden mehr bei der 19. ADAC Westerwald-Rallye. Die Siegerehrung wurde abgesagt, die erfolgreichen Teams holten sich die Pokale hinter der Bühne ab. Zu groß war die Trauer über den Tod von Ingo Schwarz aus Hünxe beim zweiten Wertungslauf zum ADAC Nordrhein Gaupokal. Am Steuer eines Honda CRX 1,6 war Schwarz auf der zweiten Wertungsprüfung in einer schnellen Rechtskurve links von der Fahrbahn abgekommen und hatte vorne links einen Baum getroffen. Obwohl die Rettungskräfte nach wenigen Minuten am Unfallort eintrafen, dauerte es rund 60 Minuten, ehe der eingeklemmte Pilot aus dem völlig demolierten Fahrzeug geborgen werden konnte. Einige Stunden später verstarb der schwerverletzte Schwarz im Krankenhaus. Die Prüfungen fünf und sechs wurden sofort abgesagt.
Von Beginn an hatte „Mr. Rallye 200“ Frank Färber das Geschehen diktiert. Mit drei Bestzeiten hatte sich der Mitsubishi-Pilot an die Spitze gesetzt. Auf der vierten Prüfung blies Hauptkonkurrent Axel Friedhoff zum Gegenangriff und knöpfte Färber vier Sekunden ab. Durch die Absage der weiteren Prüfungen blieb es somit beim drei Sekunden Abstand zwischen den beiden. Auf den dritten Gesamtrang kam mit Norbert Moufang im Opel Kadett C-Coupe das schnellste Zweiliterfahrzeug. Bereits auf dem achten Rang platzierte sich der Lommersdorfer Andreas Schüttler mit seinem Opel Kadett GSi 16V.
Zwei Nordrheiner machten den Sieg in der Gruppe F bis 1600 ccm aus: Frank Merten aus Köln im Citroen Saxo sowie der Hagener Uwe Kriegeskotte mit seinem Seat Ibiza. Nach vier Prüfungen hatte Merten insgesamt zehn Sekunden Vorsprung herausfahren können. Nur sechs Sekunden trennten die beiden schnellsten Teams der Gruppe N/F2005 bis 2000 ccm: Frank Dünker aus Grafschaft hatte im Nissan Sunny knapp die Nase vorn vor dem Kürtener Joachim Wirths im Opel Astra GSi. Auf dem neunten Gesamtrang, zeitgleich mit Berger /Hildebrandt im BMW M3, sah mit Jürgen Kohlmann aus Nümbrecht (Lancia Delta) bereits der bestplatzierte Youngtimer die Zielrampe.
Endergebnis nach 4 Wertungsprüfungen:
gestartet 78 Teams/gewertet 61 Teams
1. Färber/Freiberger (Mitsubishi Lancer Evo) 16.44 Minuten (1. Gruppe N)
2. Friedhoff/Stein (Mitsubishi Lancer Evo) + 3 Sekunden (1. Gruppe F über 2000 ccm)
3. Moufang/Paul (Opel Kadett C) + 32 Sek. (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
4. Hirsch/Weiper (Ford Escort Cosworth) + 38 Sek.
5. Brunken/Loth (Ford Sierra Cosworth) + 1.00 Minuten
8. Schüttler/Weber (Opel Kadett GSi) + 1.18 Min. (2. Gruppe F bis 2000 ccm)
9. Kohlmann/Tietz (Lancia Delta Integrale) + 1.25 Min. (1. Youngtimer über 2000 ccm)
9. Berger/Hildebrandt (BMW M3) + 1:25 Min.
12. Merten/Merten (Citroen Saxo) + 1.50 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
22. Dünker/Stuppi (Nissan Sunny GTi) + 2.21 Min. (1. Gruppe F2005 bis 2000 ccm)