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WRC: Gelbe Karte für Deutschland

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Deutschland muss um seinen Rallye-WM-Lauf bangen |
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| Das World Motor Sport Council des Welt-Motorsport-Verbandes FIA hat heute in Paris getagt. Eine der publizierten Entscheidungen betrifft die Rallye Deutschland: „Als Folge eines unbefriedigenden Berichtes der FIA-Kontrolleure (Observer) wird die Veranstaltung einer zweiten und letzten Untersuchung Anfang Mai unterzogen. Sollte sich die Sicherheitsprüfung als unbefriedigend bestätigen, wird die Rallye Deutschland vom Rallye-WM-Kalender gestrichen.“
Dieses bedeutet nichts weiter, als das Deutschland um seinen für Ende Juli geplanten Rallye-Weltmeisterschaftslauf bangen muss. Oder um es in der Fußballer-Sprache zu sagen: Der Veranstalter wurde mit der gelben Karte verwarnt und muss noch einiges in die Wege leiten, um keine rote Karte zu kassieren.
In einer ersten Stellungnahme erklärte der Veranstalter, dass die rechtzeitige Fertigstellung aller notwendigen Pläne, welche für die Präsentation des geänderten Sicherheits- und Zuschauerkonzeptes gedacht waren, durch schlechtes Wetter nicht möglich gewesen wäre. Dieses sei der Hauptgrund für die Entscheidung des World Councils.
Rückblick nach 2002: Im Gegensatz zu etablierten WM-Rallies hatte Deutschland ein völlig anderes Zuschauerleitsystem geschnürt, welches vieler Orte in einem regelrechten Chaos endete. Zu viele Wertungsprüfungen auf engstem Raum sowie viel zu wenig ausgewiesene Zuschauerplätze bzw. –gebiete waren aufgrund der Menge von rund 200.000 Menschen schnell vollkommen überlaufen. Auch über die Strecke laufenden Sportwarte (siehe Inboardaufnahmen Tommi Mäkinen usw.) gefährdeten massiv die Sicherheit. Die rudimentär wirkenden Zuschauerunterlagen sorgten zusätzlich dafür, dass viele Fans vor allem in den Weinbergen planlos durch die Gegend irrten. Die zahlreichen ausländischen Fans, immerhin rund 54 Prozent aller Zuschauer, schüttelten vielerorts nur den Kopf über soviel Chaos, da sie aus Belgien, Frankreich oder Skandinavien andere Standards gewohnt sind.
Für 2003 versprach der Veranstalter Besserung: "Es wird gemischte Etappen geben, die Weinberg-WPs werden mit dem Truppenübungsplatz Baumholder kombiniert. So können wir in den drei Veranstaltungsregionen an mindestens zwei Tagen Programm bieten, was für die Fans mehr Komfort durch kürzere Anfahrten und für die Organisation eine Entzerrung der Verkehrssituation bedeutet", erklärte unlängst Rallyeleiter Armin Kohl. Drücken wir die Daumen, dass der Veranstalter diese Probleme bis Anfang Mai nun endlich gelöst bekommt. |  |