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F1: April, April! Ferrari testet auf der Nordschleife

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Schumacher arbeitete am Nordschleifen-Setup |
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| Die FIA ist immer für eine Überraschung gut. Wie heute durchsickerte, beschloss der Motorsport Weltverband Ende der vergangenen Woche in einer Blitzabstimmung, die Nürburgring Nordschleife als offizielle Formel-1-Teststrecke zuzulassen. Prompt stellte die Scuderia Ferrari die Testpläne um und reiste mit zwei aktuellen F2003-GA und den Piloten Michael Schumacher und Felipe Massa in die Eifel.
Augenzeugenberichten zufolge, ließ es der Schumacher anfangs eher ruhig angehen. Nach einigen Runden hatte sich der amtierende Weltmeister jedoch eingeschossen und fuhr in 6:12.0 Minuten (von Hand gestoppt) seine schnellste Runde – nur sieben Hundertstelsekunden langsamer als Stefan Bellof im Werks-Porsche 956 beim Training zum 1000 Kilometer Rennen 1983.
Die Nürburgring GmbH war zu keiner Stellungnahme im Bezug auf die ersten Formel-1-Testfahrten auf der Nordschleife bereit. Aus dem Umfeld der Betreiberorganisation wurde aber an uns herangetragen, dass im Rahmen des Michael Schumacher Tages am 7. September 2003 Demorunden auf der Nordschleife geplant sind. Dies würde auch die umfangreichen Baumaßnahmen an der Nordschleife erklären, bei denen im Winter mehr als 1.000 Meter Streckenbelag und mehr als doppelt so viele Meter FIA-Zäune erneuert wurden.
Auf Anfrage von Motorsport2000.de bestätigte ein Ferrari-Mitarbeiter den spontanen Test: „Jetzt, wo die Nürburgring Nordschleife für Formel-1-Testfahrten freigegeben ist, mussten wir unsere Chance nutzen. Wir fahren im September Demorunden im F1 Doppelsitzer durch die Grüne Hölle. Aus diesem Grund haben wir so früh wie möglich begonnen, unser Fahrwerk und die Bridgestone-Reifen auf die für uns neue Strecke anzupassen.“
Weniger erfreut über die morgendliche Lärmbelästigung zeigten sich einige Anwohner rund um den Nürburgring. „Dieser Lärm vergrault uns noch unsere Hotelgäste“, ärgerte sich eine Hotelbesitzerin aus Adenau. „Wir versprechen unseren Kunden ein paar ruhige Tage in der Eifel und dann so was.“ Die Adenauer Gewerbetreibenden hingegen freuen sich schon jetzt auf ein mögliches Gastspiel des Formel-1-Zirkus auf der Nordschleife. „Damals, als der Fangio noch am Ring gefahren ist, hatten wir hier noch mehr als 300.000 Zuschauer an den Rennwochenenden“, so ein Vertreter der Stadtverwaltung gegenüber Motorsport2000.de. „Der Handel rund um den Nürburgring kann nur profitieren.“
Nur wenige ausgesuchte Rennstrecken in Europa, auf denen aktuell keine Grand Prix ausgetragen werden, sind für den Formel-1-Testbetrieb von der FIA zugelassen. Neben der Nordschleife zählen die Kurse in Fiorano, Jerez, Mugello und Nogaro dazu. Nur in England, Italien, Spanien und Frankreich sind Testfahrten auch auf den Grand-Prix-Strecken, jeweils bis sieben Tage vor der Veranstaltung, erlaubt.
Foto: Heppypress
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