Thomas Klenke wird Demorunden auf der Nordschleife absolvieren
Der Ford Fiesta ST im Markenpokal-Trim feiert seine öffentliche Premiere auf der Rennstrecke: Beim zweiten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft am Samstag, 29. März 2003, stellt Ford Racing das Wettbewerbsfahrzeug für den neuen Ford Fiesta ST Cup auf dem Nürburgring vor. Gesteuert von Patrick Bernhardt, etatmäßiger Ford-Focus-Pilot und Teamkollege von DTC-Champion Thomas Klenke bei Hotfiel Sport, absolviert der 125 kW (170 PS) starke Renner zwei Demonstrationsrunden auf der Kombination aus Sprintkurs und alter Nordschleife und kann zudem im Fahrerlager in näheren Augenschein genommen werden.
In gut zwei Monaten wird im Motorpark Oschersleben die Saison 2003 der BERU Top 10 gestartet – mit dem Ford Fiesta ST Cup als Nachfolger des Ford Puma Cup. Ford bleibt auch bei dem neuen Markenpokal seiner Philosophie treu, dem ambitionierten Breitensportler kostengünstigen Motorsport auf hohem technischen Niveau zu ermöglichen. „Wir wollen nahtlos an das sportlich hochwertige Geschehen im Ford Puma Cup anknüpfen und den Ford Fiesta ST Cup gleichzeitig auf ein Niveau anheben, das in Deutschland für Markenpokal-Sport einmalig ist“, erklärt Ford-Sportchef Eberhard Braun.
Der dreitürige Ford Fiesta ST in der vierten Generation wiegt als Markenpokal-Fahrzeug mit dem überarbeiteten 1,6-Liter-Duratec-SE-Motor rund 920 Kilogramm. Der Ford Fiesta ST verfügt über eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit eingeschweißtem Überrollkäfig, Recaro-Sportschalensitz, Sechs-Punkt-Sicherheitsgurt, Sicherheitsnetz auf der Fahrerseite und elektrischer Vier-Kilogramm-Feuerlöschanlage und ist, wie schon der Ford Puma, mit einer Drei-Stempel-Lufthebe-Anlage ausgestattet. Der Preis für einen einsatzfertigen Ford Fiesta ST im Cup-Trim beträgt 24.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
Der Bestseller aus Köln wird für den Cup in einer streng limitierten Auflage von 50 Fahrzeugen bei Ford gefertigt. In diesen Tagen wurden und werden die vorbestellten Cup-Fiesta an ihre neuen Besitzer ausgeliefert. Voraussetzungen für eine Teilnahme am Ford Fiesta ST Cup sind grundsätzlich eine verbindliche Bestellung durch einen unterschriebenen Kaufvertrag und eine Anzahlung. Der Fahrzeugkauf beinhaltet zudem die verbindliche Einschreibung zum Ford Fiesta ST Cup 2003. Die Einschreibungsgebühr beträgt 4.000 Euro, inklusive Mehrwertsteuer, und wird zusätzlich erhoben. Kaufverträge sind bei Ford Racing erhältlich.
Mit der Ausschreibung des neuen Markenpokals hat Ford die Preisgelder und Prämien erneut aufgestockt. Pro Lauf werden jetzt bis zu 8.650 Euro sowie 3.300 Euro in der Trainingswertung vergeben. Für den ersten Platz im Rennen beispielsweise gibt es 1.250 Euro, und der 15. Platz ist immerhin noch mit 150 Euro dotiert. Auch die Prämien in der Endwertung stehen bereits fest: Der Gesamtsieger der Saison 2003 erhält einen Ford Mondeo, für den zweiten und dritten Platz gibt es einen Ford Focus beziehungsweise einen Ford Fiesta. Wie schon im Ford Puma Cup wird auch im Ford Fiesta ST Cup wieder eine separate Junior- bzw. Damenwertung ausgeschrieben. Der beste Junior (geboren nach dem 30. Juni 1981) und die beste Dame gewinnen jeweils einen Ford Ka. Voraussetzung hierfür ist eine Mindestzahl von drei Teilnehmern beziehungweise Teilnehmerinnen in den jeweiligen Wertungen sowie eine Platzierung unter den ersten 15 der Gesamtwertung. Zudem erhält jeder eingeschriebene Teilnehmer pro absolvierten Rennens von Ford weiterhin einen Fahrtkostenzuschuss von 300 Euro.
Markenpokal-Wettbewerbe mit dem Ford Fiesta haben bei Ford Tradition wie die Ausrichtung von Markenpokalen selbst. 1982 hob Ford mit dem Ford Fiesta Ladies Cup eine Rennserie aus der Taufe, die einmalig auf der Welt war und es fünf Jahre lang blieb. Bis inklusive 1986 gaben über 60 Ladies in dem Ford Fiesta XR2 Gas; einige nutzten den Markenpokal als Sprungbrett für höhere Motosportklassen. 1990 schickte das Unternehmen beim Ford Fiesta Mixed Cup erneut den „kleinen Kompakten“ ins Markenpokalrennen. Auch diesmal sorgte die Art des Wettbewerbs für gehöriges Aufsehen. Jeweils ein Fahrer und eine Fahrerin, die zusammen nicht älter als 55 Jahre sein durften, bildeten ein Team.
Das Sportgerät für die „gemischten Doppel” war der Ford Fiesta XR2i. Der Reiz dieses Markenpokals, der gerne auch als “Deutschlands schnellste Partnerschaftsvermittlung” bezeichnet wurde, lag unter anderem im Fahrerwechsel zwischen den jeweils zwei Läufen. Sitze und Gurte mussten umgestellt werden, ehe er oder sie den Platz hinter dem Lenkrad einnehmen konnte. Im Ford Fiesta Mixed Cup machte beispielsweise Michael Funke, der heute zur erfolgreichen Riege der Ford-Focus-Piloten in der Deutschen Tourenwagen Challenge (DTC) gehört, erstmals von sich reden. Gemeinsam mit Claudia Hürtgen, heute BMW-Konkurrentin in der DTC, gewann er 1991 diesen spektakulären Wettbewerb.