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2003-03-23 12:54:02 - ks
F1: Erster Formel-1-Sieg für Räikkönen

Längst überfällig: Ein Sieg des jungen Finnen
Beim Großen Preis von Malaysia feierte Kimi Räikkönen den ersten Sieg in seiner Formel-1-Karriere. Der Finne, von Startplatz sieben aus ins Rennen gegangen, überquerte vor Rubens Barrichello (Ferrari) und Fernando Alonso (Renault) als Erster die Ziellinie. Räikkönen, der schon zwei Mal kurz vor einem Sieg gestanden hatte, fuhr absolut fehlerfrei und ließ der Konkurrenz keine Chance mehr. Im Ziel hatte er 39,2 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Rubens Barrichello. „Die letzten 20 Runden waren locker“, sagte der Finne nach seinem ersten Sieg gewohnt lässig. In der Gesamtwertung übernahm Räikkönen nach zwei Rennen die Führung vor seinem Teamkollegen David Coulthard, für den in Malaysia das Rennen bereits in der dritten Runde beendet war.

Auf Platz vier beendete Ralf Schumacher im BMW-Williams den zweiten Grand-Prix. Der Kerpener, der nach einer verkorksten Qualifikation nur von Platz 17 startete, fuhr ein fehlerfreies Rennen und wurde am Ende mit Rang vier belohnt. „Mit Platz vier nach Startplatz 17 gestern bin ich natürlich sehr zufrieden“, bewertete Schumacher seine Leistung. Positive Worte fand er für das neue Reglement: „Die neuen Regeln sind gar nicht schlecht, weil sie das Feld immer wieder durcheinander würfeln und im Rennen eine Menge los ist.“ Sein Teamkollege Juan Pablo Montoya wurde nur Zwölfter. Fünfter wurde Jarno Trulli im Renault.

Mit einer Runde Rückstand auf den Sieger kam Michael Schumacher auf Platz sechs ins Ziel, sein schlechtestes Ergebnis seit über anderthalb Jahren. Der Weltmeister fiel nach einer Kollision nach dem Start zunächst auf Rang zwölf zurück. In einer Linkskurve versuchte der Kerpener, der von Startplatz drei ins Rennen gegangen war, den vor ihm liegenden Renault-Piloten Jarno Trulli zu überholen. Dabei kam es zur Berührung mit dem Wagen des Italieners. Beide Autos wurden beschädigt. In Runde vier steuerte Schumacher die Box an um den Frontflügel zu wechseln und verlor weitere zwei Plätze. Die Rennleitung bewertete den Unfall als vermeidbare Kollision und bestrafte Schumacher mit einer „Drive-Through-Penalty“.

Die Punkteränge komplettieren auf Position sieben Jenson Button im BAR-Honda und Nick Heidfeld im Sauber-Petronas, der als Achter gewertet wurde. Heinz-Harald Frentzen, ebenfalls Sauber-Petronas, verpasste als Neunter nur knapp die Punkte.

Auf sich aufmerksam machte das Team vom Minardi, wenn auch nicht durch Leistung auf der Rennstrecke sondern mit einem Protest gegen den Irak-Krieg. Auf den Boliden von Jos Verstappen und Justin Wilson prangerten Aufkleber mit dem Slogan „Malaysia for Peace“.

Rennergebnis Großer Preis von Malaysia:
1. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:32:22,195 Stunden
2. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari +0:39,286 Minuten zurück
3. Fernando Alonso (Spanien) Renault +1:04, 007
4. Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW +1:28,026
5. Jarno Trulli (Italien) Renault (-1 Runde)
6. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari (-1 Runde)
7. Jenson Button (England) BAR-Honda (-1 Runde)
8. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Sauber-Petronas (-1 Runde)
9. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) Sauber-Petronas (-1 Runde)
10. Ralph Firman (England) Jordan-Ford (-1 Runde)
11. Cristiano da Matta (Brasilien) Toyota (-1 Runde)
12. Juan Montoya (Kolumbien) Williams-BMW (-3 Runden)
13. Jos Verstappen (Niederlande) Minardi-Cosworth (-4 Runden)

Ausgeschieden: David Coulthard (Schottland) McLaren-Mercedes, Olivier Panis (Frankreich) Toyota, Jacques Villeneuve (Kanada) BAR-Honda, Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Ford, Antonio Pizzonia (Brasilien) Jaguar-Cosworth, Mark Webber (Australien) Jaguar-Cosworth, Justin Wilson (England) Minardi-Cosworth


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