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2003-03-17 17:23:27 - ks
RAID: Mitsubishi feiert Dreifachsieg in Italien

(c) Ralliart
Die Entscheidung zu Masuokas Gunsten fiel erst kurz vor dem Ziel
Die Baja Italien, der erste Lauf zum Marathon Weltcup, ließ Erinnerungen an die Dakar 2003 aufkommen. Wie beim Wüstenklassiker dominierten die Mitsubishi Pajero Evolution-Piloten Stéphane Peterhansel und Hiroshi Masuoka auch die Zeitenjagd im Norden Italiens. Die Entscheidung zu Masuokas Gunsten fiel erst kurz vor dem Ziel der dreitägigen Rallye über 623 Wertungskilometer auf dem weitläufigen Militärgelände Osservatorio Ariete.

Eine staubige, ausgefahrene Strecke mit tiefen Spurrillen sorgte für extrem anspruchsvolle und materialbeanspruchende Bedingungen. Dessen ungeachtet lieferten sich die Pajero Evolution mit den Startnummern 201 und 206 ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit knapp viereinhalb Minuten Vorsprung vor Masuoka startete der Führende Peterhansel in die letzte Prüfung. Zehn Kilometer vor dem Ziel klagte der Franzose über Lenkungsprobleme und verlor mehr als sieben Minuten und damit den Sieg an seinen japanischen Teamkollegen. Peterhansel wurde Zweiter vor dem Portugiesen Carlos Sousa im Mitsubishi L200 Pick-up. Mit dem Dreifachsieg feierte Mitsubishi nach dem Erfolg bei der Dakar mit den Plätzen ein bis vier den zweiten Triumph in der noch jungen Marathon-Saison und stellt mit Masuoka auch den Weltcup-Führenden.

Erneuter Klassensieg und erste Weltcup-Punkte für Volkswagen
Die Baja Italien endete für Volkswagen mit einem ersten Erfolg im Marathon-Weltcup: Beim Auftakt der internationalen Serie eroberten die belgischen Werkspiloten Stéphane Henrard/Alain Low im Tarek Gesamtrang vier. Damit übertraf Henrard seinen sechsten Platz, den er beim Debüt des Tarek im Januar bei der Rallye Telefónica Dakar erzielt hatte, nochmals. Gleichzeitig verhalf er dem Team erneut zu einem Klassensieg in der Kategorie für zweiradangetriebene Fahrzeuge. Ebenso erreichte der 37 Jahre alte Ökonom aus Brüssel im von einem 1,9-Liter-TDI®-Triebwerk von Volkswagen angetriebenen Buggy erneut das Ziel als bester Pilot eines Diesel-Fahrzeugs. Damit führt Stéphane Henrard die Trophäe für Piloten zweiradangetriebener Fahrzeuge im Marathon-Weltcup vor Jutta Kleinschmidt an und belegt Platz vier in der Fahrer-Gesamtwertung. Kleinschmidt und Beifahrerin Fabrizia Pons komplettierten das Teamergebnis in Italien mit Rang sieben nach einer Aufholjagd, die am Samstag auf Platz 32 begonnen hatte.

„Wir haben erneut zählbare Ergebnisse, einen Klassensieg und sogar erste Punkte zum Marathon-Weltcup eingefahren“, resümierte Rudolf-Helmut Strozyk, Leiter von Volkswagen Racing. „Beide Piloten empfanden die Anforderungen an das Material als extrem hart. Umso zufriedener sind wir, beide Fahrzeuge ins Ziel gebracht zu haben. Gleichzeitig haben sich mehrere technische Modifikationen im Vorgriff auf die weitere Projektentwicklung erstmals im Wettbewerb bewährt. Vorausgesetzt, die Entwicklung weiterer Komponenten schreitet wie geplant voran, werden wir die Bauteile im Mai bei der Baja Portugal im Wettbewerb testen. Hut ab vor der Leistung von Jutta und Stéphane – ihr direkter Kampf mit den Gegnern erinnerte mich an die schönsten Szenen aus dem Rundstrecken-Sport.“ Auch Stéphane Henrard war von seiner ersten Baja Italien begeistert. „Das war ein gelungenes Debüt für Alain und mich“, freute sich der Belgier. „Die Rallye war hart und verzieh keine Fehler. Umso schöner ist das Ergebnis.“ Jutta Kleinschmidt, Baja-Italien-Siegerin des Jahres 2001, ergänzte: „Einerseits hatten wir erneut Pech, andererseits war es für das Team wieder eine wichtige Etappe in der Lernphase. Die Rallye hat das Material brutal beansprucht – sie war härter als die Dakar.“

1. Masuoka/Picard (J/F), Mitsubishi Pajero, + 6:29.46 Std.
2. Peterhansel/Cottret (F/F), Mitsubishi Pajero, + 2.52 Min.
3. Sousa/Magne (P/AND), Mitsubishi L200, + 17.57 Min.
4. Henrard/Low (B/B), VW Tarek, + 50.04 Min.
5. Monterde/Tornabell (E/E), Mitsubishi DI-D, + 1:03.58 Std.
6. Komornicki/Marton (PL/PL), Mitsubishi DI-D, + 1:05.03 Std.
7. Kleinschmidt/Pons (D/I), Volkswagen Tarek, + 1:07.42 Std.


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