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2003-03-09 06:09:04 - ks
F1: Coulthard fährt in Melbourne von elf auf eins

Coulthard spielte seine Erfahrung aus
Der Saisonauftakt der Formel-1-Weltmeisterschaft 2003, der große Preis von Australien, bot von der ersten bis zur letzten Runde Spannung pur. Unauffällig aber effektiv bestritt David Coulthard das Rennen und fuhr in Melbourne den 13. Sieg seiner Formel-1-Karriere ein. Der Schotte profitierte vom Pech seiner Verfolger, denn Juan-Pablo Montoya, Kimi Räikkönen und Michael Schumacher, auf den Positionen zwei bis vier im Ziel, patzten und verschenkten nacheinander den möglichen Grand-Prix-Sieg. Auf den weiteren Punkterängen platzierten sich Jarno Trulli, Heinz-Harald Frentzen Frentzen, Fernando Alonso und Ralf Schumacher.

„Ich dachte, dass es zu nass wäre, um auf Trockenreifen zu starten“, so David Coulthard. „Ich bin dann früh rein und dank dem Safety Car konnte ich meine Strategie frei wählen. Aus Sicht des Teams müssen wir uns einfach über den ersten und den dritten Platz freuen. Dafür haben wir den Winter über gemeinsam gekämpft.“ Norbert Haugg ergänzte: „David soll diesen Sieg einfach genießen. Er ist ein echter Racer und hat seinen großen Erfahrungsschatz ausgespielt. Für einen Gebrauchtwagen war das eine sehr starke Leistung.“

Michael Schumacher entschied den Start souverän für sich vor Barrichello und Montoya. Kimi Räikkönen steuerte schon nach der Einführungsrunde zum Reifenwechsel die Boxengasse an und jagte dem Feld hinterher. Bereits in den ersten Runden entbrannte hinter den beiden Ferrari-Piloten an der Spitze ein spannender Kampf um die weiteren Positionen, bei dem sich die beiden Sauber-Fahrer Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld in Szene setzen konnten. Unterschiedliche Reifenwahlen auf abtrocknender Strecke wirbelten die Platzierungen gehörig durcheinander.

In der fünften Runde das Aus für Barrichello: Der Brasilianer kam von der Strecke ab und schlug ohne Fremdeinwirkung in die Begrenzungsmauer ein. „Die Strecke trocknete sehr schnell ab. Ich hatte sehr wenig Grip und war einfach etwas zu schnell. Daher konnte ich mein Fahrzeug nicht mehr abfangen“, berichtete Der Ferrari-Pilot.

In den Runden sechs und sieben sorgten Anflüge von den beiden F1-Debütanten Ralph Firman (Jordan) und Christiano da Matta (Toyota) für die erste Safetycar-Phase nach acht Runden. Eine weitere Neutralisierung folgte nach einem Ausrutscher von Mark Webber (Jaguar). Zu diesem Zeitpunkt übernahm der junge Finne Kimi Räikkönen die Führung, als Juan-Pablo Montoya und Ralf Schumacher zum Reifenwechsel die Williams-Box ansteuerten.

Nach dem Restart zu Beginn der 21. Runde behielt Räikkönen seine Führung und setzte sich rundenlang gegen den amtierenden Weltmeister Michael Schumacher durch. Als Michael Schumacher in Runde 29 die Ferrari-Box ansteuerte, blieb der McLaren-Pilot drei weitere Runden auf der Strecke und reihte sich nach seinem einzigen Boxenstopp auf der zweiten Position hinter Juan-Pablo Montoya ein. Den ersten Grand-Prix-Sieg in Reichweite, fiel Räikkönen nach einer „Drive-Trough-Strafe“ wegen Tempoüberschreitung in der Boxengasse auf Position sechs zurück.

18 Runden vor Rennende übernahm Michael Schumacher die Führung, doch das Glück blieb dem Deutschen nicht treu. Ein Windabweiser an seinem Ferrari löste sich und blieb am Fahrzeug hängen. Der Rennleitung blieb keine andere Wahl, als den Weltmeister zu einem Reparaturstopp an die Box zu beordern. Dieser Stopp warf Schumacher auf Position vier zurück.

Nach Kimi Räikkönen und Michael Schumacher verschenkte auch Juan-Pablo Montoya einen möglichen GP-Sieg, als er auf den Kurbs ausrutschte und die Führung an David Coulthard übergab. Montoya reihte sich vor Räikkönen und Schumacher wieder ein, und lieferte sich mit seinen Verfolgern in der Schlussphase einen spannenden Kampf um den zweiten Rang. Damit war der Weg frei für David Coulthard.

Ergebnis
1. D. Coulthard, McLaren, 58 Runden
2. J. Montoya, Williams, 0:08.675
3. K. Räikkönen, McLaren, 0:09.192
4. M. Schumacher, Ferrari, 0:09.482
5. J. Trulli, Renault, 0:38.801
6. H. Frentzen, Sauber, 0:43.928
7. F. Alonso, Renault, 0:45.074
8. R. Schumacher, Williams, 0:45.745
9. J. Villeneuve, BAR, 1:05.536
10. J. Button, BAR, 1:05.974
11. J. Verstappen, Minardi, +1 Rnd.
12. G. Fisichella, Jordan, +6 Rnd.


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