Während die Formel 1 zum ersten Großen Preis des Jahres startet, machen sich auch die Teams und Fahrer aus der FIA Tourenwagen-Europameisterschaft und der FIA GT-Meisterschaft für ihren Saisonauftakt vom 4. bis 6. April in Barcelona startklar.
Mit 23 Fahrzeugen von insgesamt sieben Herstellern präsentiert sich die FIA Tourenwagen-Europameisterschaft noch stärker und abwechslungsreicher als im Vorjahr. Als große Favoriten gehen Alfa Romeo und BMW in neue Saison. Insgesamt werden zehn Läufe mit jeweils zwei getrennten Rennen ausgetragen. Alfa Romeo, im vergangenen Jahr mit Fabrizio Giovanardi Meister, setzt diesmal vor allem auf die Erfahrung des ehemaligen DTM-Champions Nicola Larini und des vormaligen Britischen Meisters Gabriele Tarquini. Titelverteidiger Giovanardi wechselt vom Alfa Romeo 156 GTA in einen BMW 320i. Die deutschen Farben vertreten bei der Münchner Marke Vizemeister Jörg Müller (Hückelhoven) und der gebürtige Burbacher Dirk Müller. Der Wahlmonegasse gewann im Vorjahr die beiden Rennen im Motopark. Neu in der Tourenwagen-EM sind der 20 Jahre alte Pforzheimer Frank Diefenbacher und die spanische Marke Seat. Der jüngste Pilot der Serie fährt nach großen Erfolgen im Formel-Sport mit dem Seat Toledo zum ersten Mal ein Rennauto mit Dach. Für spannende Rennen und enge Zweikämpfe werden auch die privat eingesetzten Volvo S40, Honda Civic, Skoda Superb und Nissan Primera sorgen.
Bei den Langstreckenrennen der FIA GT-Meisterschaft treffen rund 20 mächtige Coupés vom Schlage eines Ferrari 550 Maranello, Chrysler Viper, Lister Storm, Saleen S7 und Porsche 911 turbo aufeinander. Mit der seriennahen N-GT-Kategorie, die mit Ferrari 360 Modena und Porsche 911 GT3 besetzt ist, kommen rund 20 weitere Fahrzeuge hinzu. In der „großen“ Klasse gilt Christophe Bouchut als einer der Favoriten, nachdem er sich in den beiden vergangenen Jahren in einer Chrysler Viper den Fahrertitel sicherte. Aus deutscher Sicht besonders interessant: Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Niefern) fährt diese Saison an der Seite von N-GT-Champion Stephané Ortelli einen Porsche 911 von Freisinger Motorsport aus Karlsruhe. Die spektakulären GT-Sportwagen werden den Zuschauern nicht nur optisch, sondern auch akustisch wieder größte Abwechslung bieten, denn die Motorenpalette bietet von Sechs- und Achtzylinder-Motoren bis hin zu V8- und V12-Triebwerken ein einzigartiges Sound-Spektrum. Die Veranstalter erwarten für 2003 mehr als 350.000 Besucher an den Rennstrecken. Für die TV-Übertragungen sorgt weiterhin der Sender Eurosport, der von den zehn Läufen in neun verschiedenen Ländern umfangreich berichtet.