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2003-03-04 14:52:56 - ks
RAID: Zwei Tarek beim Weltcup-Auftakt in Italien

Volkswagen setzt die Entwicklungsarbeit fort
Nach der erfolgreichen Wüsten-Premiere von Volkswagen bei der Rallye Dakar, die auf den Gesamträngen sechs und acht mit einem Doppelsieg des Tarek in der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge endete, stellt sich das Team im März der nächsten Herausforderung. Rund um Vivaro nördlich von Venedig in der oberitalienischen Provinz Friaul beginnt mit der Baja Italien der Marathon-Weltcup 2003. Jutta Kleinschmidt und ihre aus Turin stammende Beifahrerin Fabrizia Pons, die erstmals überhaupt ihr Heimspiel in der Off-Road-Disziplin bestreitet, steuern einen der beiden 218 PS starken Tarek mit dem bewährten 1,9-Liter-Vierzylinder-TDI-Motor von Volkswagen. Das zweite Fahrzeug lenkt Stéphane Henrard, der Sieger der Wertung für zweiradangetriebene Fahrzeuge und der beste Diesel-Pilot bei der Rallye Dakar. Der Belgier vertraut auf die Ansage seines 41 Jahre alten Landsmanns Alain Low, während sich sein bisheriger Copilot Bobby Willis auf sein Programm in der Mittelost-Rallye-Meisterschaft konzentriert.

„Wir werden mit dem Einsatz der beiden Fahrzeuge unsere Entwicklungsarbeit fortsetzen und gleichzeitig allen Beteiligten die Möglichkeit geben, sich an die Bedingungen eines sehr kompakten Marathon-Laufs in dieser abwechslungsreichen Disziplin zu gewöhnen“, erklärt Rudolf-Helmut Strozyk, Leiter von Volkswagen Racing. Nachdem das Team im Januar gleich zu seinem Marathon-Debüt die mit 19 Tagen längste Veranstaltung im Kalender kennen gelernt hat, stehen in Italien an drei Tagen inklusive Prolog nur 622 gewertete Kilometer auf dem Programm. Auf dem Militärgelände des Osservatorio Ariete will Volkswagen auf drei etwa 135 Kilometer langen Schleifen am 15. März und zwei weiteren Umläufen à 105 Kilometer am Folgetag die seit Januar erzielten Fortschritte umsetzen. So arbeiteten die Ingenieure um Eduard Weidl, Leiter Racing-Konstruktion bei Volkswagen, an der Aerodynamik und an weiteren konstruktiven Details des Tarek. Ein dreitägiges Programm im Windkanal in Wolfsburg half, die aerodynamische Balance des optisch fast unveränderten Buggys zu verbessern und den Auftrieb zu verringern. Weitere Detail-Modifikationen am Fahrzeug ergänzen die aerodynamische Entwicklungsarbeit. Während der Tarek prinzipiell dem bei der Rallye Dakar erprobten Modell entspricht, wird beim Start in Italien auf spezielle Details für den Wüsten-Einsatz – wie etwa das Reifen-Luftdrucksystem – verzichtet.

Jutta Kleinschmidt erinnert sich an die Veranstaltung, bei der sie zwischen 1994 und 1997 drei Mal in Italien auf dem Podium stand und die sie 2001 als Gesamtsiegerin beendete, als Gleichung mit vielen Unbekannten. „Da Mitte März auch in Italien der Winter zu Ende geht, ist stets mit Regen zu rechnen“, so die Volkswagen Werkspilotin. „Was das bedeutet, haben wir vor zwei Jahren deutlich gesehen: Unser Konkurrent Jean-Louis Schlesser gab im Buggy entnervt auf. Wir hingegen waren seinerzeit mit einem Geländewagen klar im Vorteil. Mit anderen Worten: Wir hoffen, dass es in diesem Jahr möglichst trocken bleiben wird.“

Ungeachtet des Wettbewerbs mit den übrigen Startern, die erst mit dem Nennungsschluss am 5. März und nach Publikation der Liste zwei Tage später endgültig feststehen werden, gilt für das Team erneut das für die Debütsaison ausgegebene Ziel: lernen, lernen, lernen.


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