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2003-03-02 19:09:16 - ju
JWRC: Katajamäki beschert VW den ersten Sieg

Kosti Katajamäki profitierte von Problemen am Suzuki von Daniel Carlsson
Erster Sieg für Volkswagen in der Junior-Rallye-Weltmeisterschaft (JWRC): Nach 18 knüppelharten Schotterprüfungen rund um die türkische Hafenstadt Kemer und einer Fahrzeit von über fünf Stunden sah Kosti Katajamäki als erster die Zielrampe. Am Steuer des VW Polo IV hatte der Finne über fünf Minuten Vorsprung auf Salvador Canellas im Suzuki Ignis. Mit einem Ford Puma fuhr der Brite Guy Wilks auf den dritten Rang.

Nach der Enttäuschung von Monte Carlo, wo Katajamäki bereits zweiter geworden war, einige Tage später aber wegen einer nicht homologierten Hinterradbremse disqualifiziert worden war, kannte der Jubel im VW-Lager keine Grenzen. Trotz des großen Vorsprungs darf nicht übersehen werden, dass das finnische Team vor allem von den Problemen des Daniel Carlsson profitierte.

Der schwedische Suzuki-Pilot bestimmte von Beginn an das Geschehen und konnte sich deutlich von der Konkurrenz absetzen. Obwohl Carlsson das Tempo drosselte und seinen Ignis „ins Ziel tragen“ wollte, kollabierte in WP 12 die Lenkung. Der Schwede musste in der Prüfung halten und die Reparatur in Eigenregie durchführen. Rund sechs Minuten und die JWRC-Führung gingen verloren. Zu Beginn des letzten Tages kündigte Carlsson dann auch selbstbewusst an: „Auf den ersten beiden Prüfungen riskieren wir alles und dann schauen wir mal weiter.“

In WP 14 ging der Plan noch auf und der Suzuki-Pilot markierte die Bestzeit. Nur eine Prüfung später beendete ein Unfall dann nicht nur die Siegchancen, sondern auch die Rallye. Von den ursprünglich 22 gestarteten JWRC-Teams sahen nur sieben (!) das Ziel in Kemer. Ärgerlich vor allem für Carlsson, da die ersten acht Teams WM-Punkte erhalten!

Endergebnis nach 18 Wertungsprüfungen:
1. Katajamäki/Antilla (VW Polo) + 5:08.56,6 Stunden
2. Canellas/Amigo (Suzuki Ignis) + 5.04,8 Min.
3. Wilks/Pugh (Ford Puma) + 8.28,5 Min.
4. Teuronen/Kaapro (Suzuki Ignis) + 12.42,6 Min.
5. Cecchettini/Muzzarelli (Fiat Punto) + 28.19,0 Min.
6. Feghali/Matar (Ford Puma) + 41.21,4 Min.
7. Iliev/Sivov (Peugeot 206) + 57.42,8 Min.

Wichtige Ausfälle:
WP 15. Carlsson/Andersson (Suzuki Ignis) Unfall
WP 12: Broccoli/Girelli (Opel Corsa) Folgeschaden nach Überschlag in WP 6
Nach WP 11: Ligato/Garcia (Fiat Punto) Getriebe
WP 4: Harrach/Kölbach (Ford Puma) Ölwanne zerschlagen
WP 3: Tirabassi/Renucci (Renault Clio) Unfall
Nach WP 1: Vasiljevic/Geipel (VW Polo) Nockenwellensensor

WP-Bestzeiten:
Carlsson 8; Teuronen & Katajamäki je 3; Ligato 2; Tirabassi & Wilks je 1.

Stand in der Fahrer-Weltmeisterschaft nach 2 von 7 Läufen:
1. Tirabassi & Katajamäki je 10; 3. Ligato & Canellas je 8; 5. Broccoli & Wilks je 6; 7. Aava & Teuronen je 5; 9. Ceccato & Cecchettini je 4; 11. Sebalj & Feghali je 3; 13. Baldacci & Iliev je 2; 15. Harrach 1.

WP-Bestzeiten nach 2 von 7 Läufen:
Carlsson 12; Baldacci, Tirabassi & Katajamäki je 4; Ligato & Teuronen je 3; Wilks 1.


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