„Diese Meisterschaft soll den Mitgliedern eine kostengünstige Möglichkeit bieten, Rallyesport zu betreiben und für minimales Geld maximalen (Fahr-)Spaß zu erlangen.“ Vorgenannte Worte sind das Kernstück der Satzung der neu gegründeten Interessengemeinschaft (IG) 318iS. Thomas Kleinwächter, der eigentliche Ideengeber des Cups und nun verantwortlich für die Technik innerhalb der IG, konnte vor Jahresfrist kaum damit rechnen, welches Interesse er wecken würde. Am Wochenende feiert die IG ihre Premiere bei der Rallye Unterland-Hohenlohe in der Nähe von Heilbronn.
Im Rahmen der Eifelfahrt 2002 unterhielten sich Kleinwächter und der Chronist über dieses und das rund um das Thema Motorsport. Nationale Rallyes mit einem Gruppe A-M3 E30 seien einfach viel zu teuer und gegen die Allradler habe man keine Chance, meinte Thomas. Und Touristenverkehr mit seinem Caterham und einem Motorrad mache zwar sehr viel Spaß, aber die Gefahren seien nun einmal nicht von der Hand zu weisen. Angesprochen auf den Volvo-Original-Cup bedauerte der Moerser, dass diese keine Differentialsperre fahren dürften und somit der Spaßfaktor bei diesen schweren Kübeln doch sehr gering sei. „Die Paris-Dakar mit einem Motorrad würde mich noch reizen“, meinte Kleinwächter halb ernst, halb im Spaß. „Aber wer gibt mir die 25.000 Euro?“ Also musste eine andere Lösung gefunden werden.
Zusammen mit seinem alten Kumpel Sven Hasselbach entstand die Idee eines Markenpokals mit seriennahen BMW 318iS. Ein Fahrzeug, welches zu zehntausenden gebaut wurde und für das Ersatzteile an jeder Straßenecke zu finden sind. Mit ins Boot der IG kamen dann noch die beiden DRM-erfahrenen Marco Walz (Pressebetreuung) und Andreas Gerst (Koordination, Verwaltung und Wertung).
Insgesamt 17 Teams (!) haben sich für die erste Saison im IG-318iS-Cup eingeschrieben. Manch ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft hat nicht so hochkarätige Namen zu bieten wie die Truppe rund um Thomas Kleinwächter. Neben dem Initiator sind vor allem Sven Hasselbach, Thorsten Stendebach, Heiko Klein und Andreas Gerst für ihren Speed, aber auch ihren Einsatz bekannt. Mit Marco Walz, Kay Ruck und Ralf Jordan sind drei weitere bekannte nationale Rallyegrößen dabei. Nach längerer Pause feiert Gerd Wolf ein Comeback. Und mit dem zweifachen Luxemburger Meister Jean-Jacques Zimmer sowie seinem Landsmann Luc Schmit sind auch zwei Hochkaräter aus dem Großherzogtum dabei.
Startberechtigt ist die deutsche Version des BMW 318iS E30. Bis auf kleine Modifikationen an Fahrwerk, Motor und Bremsen ist nichts erlaubt, was das Fahrzeug schneller macht. Die Freistellung der Sperrwirkung macht den BMW nicht unbedingt schneller, aber der Spaßfaktor steigt natürlich nicht unerheblich. Einheitsreifen sind von Vredestein vorgeschrieben und die Steuergeräte wurden am 8. Februar an die 17 Teams verlost.