 |
WRC: Bittere Zitronen für die Löwen

|
 |
Citroen rückt Peugeot mit Loeb, McRae und Sainz (Foto) auf die Pelle |
 |
 |
 |
 |
| Peugeots Überlegenheit in der Rallye-WM scheint beendet zu sein. Dieses ist zumindest eine Tendenz, die sich nach zwei von 14 Läufen abzeichnet. Marcus Grönholm, derzeit bester Löwe im Stall und in bestechender Form, siegte zwar zum dritten Mal bei der Schweden-Rallye. Doch die Konkurrenz hat aufgeholt, die Löwen-Dompteure geraten mehr unter Druck und lassen sich zu Fehlern verleiten. So wie Grönholm in Monte Carlo, der für einen Finnen verblüffend schnell auf Asphalt unterwegs war. Doch der zweifache Weltmeister überspannte den Bogen und krachte in einen Felsen, Citroen-Pilot Sebastien Loeb hatte am Ende die Nase vorn. Oder Harri Rovanperä, der in Schweden warnende Zuschauer als Anfeuerung deutete und mit hoher Geschwindigkeit in Juuso Pykälistös Fahrzeug krachte.
Überhaupt sind es die Zitronen, die den Löwen derzeit bitter aufstoßen. Mit Sebastien Loeb, Colin McRae und Carlos Sainz hat Teamchef Guy Frequelin die richtige Mischung aus Erfahrung, Mut, Können und Ergeiz zusammengestellt. Eine Kombination, die dem Löwen-Rudel Marcus Grönholm, Richard Burns, Harri Rovanperä und Gilles Panizzi in nichts nachsteht. Aber auch das Subaru-Duo Tommi Mäkinen und Petter Solberg hat bewiesen, dass der neue Impreza 2003 den Speed mitgehen kann. Trotz eines möglichen Nachteils durch Pirelli-Reifen gönnte BigMäk in Schweden dem Michelin-bereiften Grönholm bis zur Zielrampe keine Verschnaufpause.
Auch Ford hat den Abgang des „Dreamteams“ McRae und Sainz gut verkraftet und die Marschroute „Jugend forscht“ noch nicht bereut. Markko Märtin (27 Jahre) wurde zweimal vierter und liegt auf WM-Zwischenrang drei. Auch die beiden 22jährigen Francois Duval und Mikko Hirvonen erfüllten bislang die Erwartungen. Auch wenn Duval seinen Ford Focus in Schweden zerlegte.
Zu den angenehmsten Überraschungen zählt bislang die Leistung von Toni Gardemeister, der mit dem wuchtigen Skoda Octavia im Konzert der Großen kräftig mitspielt. Mit dem neuen Fabia WRC, der ab Sommer vom tschechischen Team eingesetzt werden soll, gelingt Gardemeister vielleicht der ganz große Wurf. Ziemlich chancenlos präsentierte sich bislang das Hyundai-Team, welches aufgrund von Finanzproblemen nach dem Rückzug von Castrol auf Testfahrten und Weiterentwicklungen verzichten muss. Besserung soll allerdings in Sicht sein.
Stand in der Fahrer-WM nach 2 von 14 Wertungsprüfungen:
1. Loeb & McRae (beide Citroen) je 12 Punkte; 3. Burns, Grönholm (beide Peugeot) & Märtin (Ford) je 10; 6. Mäkinen (Subaru) 8; 7. Sainz (Citroen) 6; 8. Solberg (Subaru) & Robert (Peugeot) je 3; 10. Duval (Ford) 2; 11. Gardemeister (Skoda) & Schwarz (Hyundai) je 1.
WP-Bestzeiten nach 2 von 14 Wertungsprüfungen:
1. Grönholm 11; 2. Loeb 6; 3. Sainz 4; 4. Mäkinen & McRae je 3; 6. Burns & Märtin je 2; Gardemeister, Rovanperä & Solberg je 1.
Stand in der Marken-WM nach 2 von 14 Wertungsprüfungen:
1. Citroen 24; 2. Peugeot 22; 3. Ford 15; 4. Subaru 11; 5. Hyundai & Skoda je 3.
Verwandte News: Peugeot feiert vierten Schweden-Sieg in Folge Grönholm kontrolliert weiter in Schweden Bäcklund-Sieg, WM-Punkte offen |  |