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PCWRC: Bäcklund-Sieg, WM-Punkte offen

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Bäcklund dominierte die Gruppe N in Schweden |
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| Mit der 52. Schweden-Rallye startete auch die Weltmeisterschaft für Gruppe N-Fahrzeuge, die Production-Car-World-Rally-Championship, auch kurz PCWRC genannt, in die neue Saison. Nach Einführung der Altersbeschränkung im Rahmen der Junior-WM (JWRC) haben einige der ehemaligen Super 1600-Piloten nun „Zuflucht“ in der PCWRC gefunden. Doch beim Saisonauftakt behielten die arrivierten Piloten noch die Oberhand.
Die ersten zehn WM-Punkte der Saison erkämpfte sich der Pole Janusz Kulig im Mitsubishi Lancer, der in der letzten Prüfung noch an Stig Blomqvist vorbeizog. Sein Erfolg hat allerdings vorläufigen Charakter, stellten die technischen Kommissare bei einer Nachuntersuchung doch ein zu leichtes Schwungrad fest. Weitere Vergleiche mit einem Serienteil werden folgen. Sollte sich herausstellen, dass das Schwungrad aus unerlaubtem Material gefertigt bzw. nachträglich modifiziert wurde, droht dem Polen ein Wertungsausschluss.
Neuer Sieger wäre dann der um 3,3 Sekunden geschlagene Stig Blomqvist. Der Schwede, mittlerweile 57 Jahre alt und vielleicht auch dank Sponsor Viagra fit wie ein Turnschuh, zeigte am Steuer des David Sutton-Subaru Impreza eine hervorragende Leistung. Der amtierende Weltmeister Keramijt Singh aus Malaysia wurde mit seinem Proton Pert, einem Lizenzbau des Mitsubishi Lancer, dritter. Mit Martin Rowe und Possum Bourne (der Neuseeländer zeigte ein großartiges Schweden-Debüt!) landeten zwei weitere Subaru-Piloten auf den nächsten Plätzen. Der lange Zeit führende Toshi Arai mußte seinen Impreza mit einem Motorschaden abstellen.
Im Kampf um den Gruppensieg hatten die WM-Piloten gegen die „Heim-Ascaris“ jedoch keine Chance. Stig-Olov Walfridson und Kenneth Bäcklund kämpften wie in den vergangenen 13 Jahren (!) von Beginn an um den Sieg bei den seriennahen Fahrzeugen. Erst ein Motorschaden am Mitsubishi von Walfridson, übrigens Großvater von Petter Solbergs Sohn, entschied das Duell zu Gunsten von Bäcklund. Grandios die Leistung von DTM-Star Matias Ekström, der mit nur 92,6 Sekunden Rückstand dritter wurde und bewies, dass es auch Rundstreckenfahrer gibt, die ein Rallyeauto schnell bewegen können. Mitfavorit Juha Salo aus Finnland verlor früh dreieinhalb Minuten nach einem Reifenschaden und wurde nur achter.
Endergebnis nach 17 Wertungsprüfungen:
1. Bäcklund/Holmstrand (Mitsubishi Lancer) 3:18.55,8 Stunden
2. Galli/Damore (Mitsubishi Lancer) + 1.09,3 Minuten
3. Ekström/Bergman (Mitsubishi Lancer) + 1.32,6 Min.
4. Svedlund/Nilsson (Mitsubishi Lancer) + 1.43,0 Min.
5. Kulig/Baran * (Mitsubishi Lancer) + 3.29,1 Min.
6. Blomqvist/Goni * (Subaru Impreza) + 3.32,4 Min.
7. Singh/Oh * (Proton Pert) + 4.04,2 Min.
8. Salo/Stenberg (Mitsubishi Lancer) + 4.26,1 Min.
9. Rowe/Wood * (Subaru Impreza) + 5.25,1 Min.
10. Bourne/Stacey * (Subaru Impreza) + 5.32,9 Min.
* = eingeschriebener, punkteberechtigter Teilnehmer PCWRC
Bestzeiten Gruppe N: :
Walfridson 6, Galli 4, Bäcklund und Salo je 2, Arai 1
Bestzeiten PCWRC: :
Arai 8, Blomqvist und Kulig je 3, Singh 1
Stand in der PCWRC:
1. Kulig 10; 2. Blomqvist 8; 3. Singh 6; 4. Rowe 5; 5. Bourne 4; 6. Holowczyc 3; 7. Roman 2; 8. Sztuka 1.
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