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F1: Berger: "Unser Motor soll das Maß der Dinge sein"

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"Wenn bei Ferrari nicht plötzlich einiges schief läuft, ist es unwahrscheinlich, dass das wir Weltmeister werden" |
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| BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger hat sich für den Motorsport entschieden. Gerüchten um seinen Rücktritt zum Trotz, steht der 1959 geborene Österreicher auch in der Saison 2003 an der Spitze des BMW WilliamsF1 Teams in der Formel 1. Die Ziele des bayrischen Motorenherstellers sind wie auch in den vergangenen drei Jahren realistisch gesetzt: Der Motor soll herausragende Leistungen beweisen, an einen Gewinn der Weltmeisterschaft glaubt Berger nicht.
Wie ist es um die Zukunft der Formel 1 bestellt?
Die weltweit schwache Konjunktur macht natürlich auch vor der Formel 1 nicht halt. Hinzu kommt, dass wir in wenigen Jahren in Europa ein Tabakwerbeverbot haben werden. Dennoch: Ich wehre mich gegen Schwarzmalerei. Erstens gibt es nach wie vor kein Sportereignis, das regelmäßig so viele Zuschauer vor die Fernsehgeräte zieht, und zweitens erschließt sich die Formel gerade neue Märkte. Rennen in Shanghai oder Bahrain sind für einen Automobilhersteller wie BMW große Chancen.
Wie wird sich die Herstellervereinigung GPWC weiterhin entwickeln?
Die Frage, wer in Zukunft wie viel Macht und welche Befugnisse in der Formel 1 haben soll, ist sehr komplex. Ich sehe absolut ein, dass die Automobilhersteller angesichts ihrer immensen Investitionen Planungssicherheit anstreben. Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass eine rein demokratisch strukturierte Herstellervereinigung die Formel 1 lenken kann. Ich fürchte, die Konkurrenzsituation im Sport und am Markt wird das langfristig nicht zulassen. Für den Sport wäre es besser, wenn die Führung weiterhin unabhängig bliebe. Allerdings ist eine Figur wie Ecclestone nicht so leicht zu ersetzen.
Was haben Sie sich für Ihre Amtszeit 2003 vorgenommen?
Wir haben uns bislang jedes Jahr hohe, aber realistische Ziele gesetzt und sie immer erreicht. Wenn bei Ferrari nicht plötzlich einiges schief läuft, ist es unwahrscheinlich, dass das BMW WilliamsF1 Team 2003 Weltmeister wird. Aber der neue BMW Motor soll auch 2003 wieder das Maß der Dinge in der Formel 1 sein, und wir wollen auf jeden Fall mehr Podiumsplätze und Siege erringen als im vergangenen Jahr. Parallel wollen wir an die hervorragende Qualifying-Performance von 2002, wo Juan Pablo sieben Polepositions errungen hat, anknüpfen. Auf jeden Fall müssen wir McLaren im Auge behalten. Vor allem jetzt, da uns Mercedes Personal abgeworben hat, kann man davon ausgehen, dass das Team wieder stärker wird.
Welche Rolle spielen die Reglementänderungen?
Eine ganz wesentliche, vor allem was das Qualifying betrifft. Wenn man als Fahrer nur eine einzige schnelle Runde zur Verfügung hat anstatt wie bisher zumeist vier Chancen, dann ist das eine ganz andere Anforderung. Zum einen wird sich zeigen, welcher Pilot dafür die besten Nerven hat, zum anderen ist man nun dem Wetter ausgeliefert. Weil in einer durch die Trainingszeiten vom Freitag festgelegten Reihenfolge zum Abschluss-Qualifying gestartet werden muss, können Wetterkapriolen oder auch nur ein Wolkenloch, das zu höheren Asphalttemperaturen führt, entscheidend sein.
Wie wird sich der teaminterne Wettkampf von Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher entwickeln?
Wenn zwei Teamkollegen zwei Jahre lang beisammen sind und sich in der Performance nicht besonders unterschieden haben, wird sich das auch im dritten Jahr nicht ändern. Ich gehe davon aus, dass sich die beiden auch 2003 auf dem gleichen Niveau bewegen und weit vorn fahren werden.
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