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2003-02-01 12:17:52 - ks
F1: BMW WilliamsF1 Team enthüllt den FW25

Das neue Chassis weist nur noch geringe Verwandtschaft mit seinen Vorgängern auf
Mit einem innovativen Chassis, einem starken Motor und gestiegenen Erwartungen präsentierte sich das BMW WilliamsF1 Team am Freitag im spanischen Barcelona bei der Vorstellung des neuen Fahrzeugs für die FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003. Die Enthüllung des WilliamsF1 BMW FW25 am Circuit de Catalunya begann um 11.30 Uhr vor Medien und Gästen aus aller Welt. Gegen 14.30 Uhr sind die ersten Runden des FW25 mit dem neuen BMW P83 Motor vorgesehen. Dabei werden sich die Piloten Juan Pablo Montoya (COL) und Ralf Schumacher (DEU) am Steuer abwechseln.

Patrick Head, Technischer Direktor von WilliamsF1, erklärte: „Das neue Chassis weist nur noch geringe Verwandtschaft mit seinen Vorgängern auf. Die Philosophie hinter dem FW25 folgt weniger Bekanntem als vielmehr grundlegend neuen Ideen. Die Saison 2002 hat gezeigt, dass unser Chassis zwar ein Muster an Zuverlässigkeit war, aber vor allem im Bereich der Aerodynamik Verbesserungen verlangte. Deshalb ist der FW25 ein vollständig neuer Rennwagen.“

Der FW25 ist kürzer als der FW24, und unter der Karosserie wurden die meisten zentralen Installationen neu gelöst, dies betrifft auch den Antriebsstrang. Der neue aerodynamische Ansatz veränderte ebenfalls das Erscheinungsbild.

Der FW25 entstand bei WilliamsF1 in Grove, Gavin Fisher leitete das Konstrukteursteam. Der Motor wurde in der Münchener Formel-1-Fabrik von BMW entwickelt und gebaut. Leiter der BMW F1-Motorenentwicklung ist Heinz Paschen.

„Wir haben in München einen neuen und wiederum stärkeren Motor entwickelt“, ergänzte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Wir waren im Spätsommer 2002 erneut die Ersten, die ihren Motor für 2003 im Fahrbetrieb testen konnten und waren diesmal damit noch früher dran als im Jahr zuvor. Der P83 soll, wie seine beiden Vorgänger, der stärkste Motor der Formel 1 sein.“

Teamchef Frank Williams bestätigte: „Wir sind gut vorbereitet und fest entschlossen, an die Spitze vorzustoßen. Als Resultat völlig neuer Überlegungen haben wir ein neues, innovatives Chassis vor uns. Der BMW P83 ist ein noch stärkerer Motor, und in Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher haben wir zwei Siegfahrer, hinter denen ein gutes Team geschlossen steht. Darüber hinaus hat Michelin im Winter beeindruckende Fortschritte erzielt.“

Mit Blick auf die Ziele für die Saison 2003 sagte BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger in Spanien: „Wir möchten auch unter dem neuen Reglement des Einzelzeitfahrens an unsere sehr guten Qualifying-Leistungen von 2002 anknüpfen. Außerdem haben wir uns mehr Siege und Podiumsplätze vorgenommen. Wir blicken zuversichtlich nach vorn, dürfen dabei aber die Konkurrenz im Rückspiegel keinesfalls aus den Augen lassen.“

Die Partnerschaft zwischen WilliamsF1 und BMW geht 2003 in ihr viertes Jahr und hat bisher in jedem Jahr Steigerungen hervorgebracht. Das waren Etappenziele auf dem Weg zum großen gemeinsamen Ziel, 2004 die Weltmeisterschaft zu gewinnen. 2003 sieht sich das Team mit hohen Erwartungen konfrontiert.

Im Juni 2002 wurde eine groß angelegte Initiative zur Optimierung der Kooperation zwischen BMW und WilliamsF1 gestartet. Verbesserungen der Prozessabläufe sorgen seither für mehr Integration, beschleunigen den Informationsaustausch und vernetzen Produktionsabläufe zwischen Oxford und München. So gelangen neue Entwicklungen schneller und effektiver auf die Rennstrecke. Dennoch bleiben die Kräfteverhältnisse der neuen F1-Saison schwer vorhersagbar, zumal einige Rahmenbedingungen erst am 15. Januar 2003 konkretisiert wurden.

Im ökonomisch derzeit schwierigen Klima kann sich das BMW WilliamsF1 Team glücklich schätzen, weiterhin von einer wirtschaftlich starken Basis aus operieren zu können. Noch vor dem Jahreswechsel hatte das Team die Vertragsverlängerungen mit Accenture (September 2002) und Petrobras (Dezember 2002) bekannt gegeben, damit erstrecken sich beide Kooperationen auf dann insgesamt 16 Jahre. Auch Reuters hat die Verbindung mit dem Team verlängert, der Reuters-Schriftzug wird nun unter anderem auch auf den Kopfhörern der Mannschaft zu lesen sein. Die Partnerschaft mit Hauptsponsor HP wird fortgeführt, ebenso das Engagement weiterer wichtiger Sponsoren wie Allianz, FedEx und 7 Up. Als technische Sponsoren unterstützen Michelin und Castrol das Team auch in Zukunft.

Für die Saison 2003 konnte das Team zwei weitere internationale Unternehmen gewinnen: Oris, Premium-Uhrenhersteller aus der Schweiz, und PPG sind offizielle Ausrüster geworden. PPG stattet das Team mit speziellen Fahrzeugfarben aus.

Frank Williams fasst den auch in Wirtschaftsfragen ereignisreichen Winter so zusammen: „Zweifelsohne ist die ökonomische Situation insgesamt härter geworden, und gerade deshalb bin ich froh, dass sich dieser Trend in unserem Team nicht niederschlägt. Es ist ermutigend, dass unsere Partner weiterhin Wert und Nutzen aus ihrem Formel-1-Engagement ziehen und dass wir obendrein wertvolle neue Verbindungen mit renommierten Unternehmen eingehen konnten.“

An der Seite von Montoya und Schumacher wird der Spanier Marc Gené auch 2003 offizieller Testfahrer des BMW WilliamsF1 Teams sein. Das Testprogramm mit dem FW25 beginnt am 1. Februar 2003 auf dem Circuit de Catalunya.


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