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2003-01-30 10:09:26 - ks
24h Daytona: Porsche-Werksfahrer wollen den GT-Sieg

Bergmeister und Bernhard gewannen 2002 die GT-Klasse
Ein deutsch-amerikanisches Fahrerquartett kehrt zurück nach Florida (USA), um dort am 1. und 2. Februar zu versuchen, den Vorjahres-GT-Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona zu wiederholen. Die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) lösen sich im Cockpit eines privaten Porsche 911 GT3 RS des amerikanischen Racers Group-Teams mit Michael Schrom und Kevin Buckler (beide USA) ab. Auf dem Weg zum Klassensieg war das Team 2002 vom 43. Startplatz auf den siebten Gesamtrang nach vorne gefahren.

Timo Bernhard über die diesjährigen Erfolgschancen: "Der 911 GT3 RS hat seine Klasse in den vergangenen drei Jahren gewonnen. Wir sind 2003 mit einem weiterentwickelten Auto am Start, das 15 PS mehr, also 435 PS leistet, vor allem aber einen rund 15 Kilogramm leichteren Motor und etliche weiterentwickelte Komponenten aufweist."

Mit Lucas Luhr (Monaco) und Sascha Maassen (Aachen) nehmen zwei weitere Porsche-Werksfahrer den Marathon zweimal rund um die Uhr in Angriff. Das Duo verstärkt die Amerikaner Martin Snow und Teameigentümer Larry Schumacher im 911 GT3 RS.

Luhr, der 2001 die GT-Klasse gewann und Gesamtrang zwei eroberte: "Daytona ist vielleicht das härteste 24-Stunden-Rennen des Jahres. Die Strecke ist holprig und mit ihrer Steilkurve besonders brutal für die Mechanik und den Reifen hinten rechts.

Nirgendwo ist es länger dunkel, die Temperaturen gehen nachts bis in die Minusgrade hinab, tags kann es feucht und sogar heiß werden. Trotzdem sehe ich dieses Jahr gute Chancen für einen Erfolg, vielleicht sogar für eine große Überraschung: einen Gesamtsieg des 911. Denn die neuen Daytona-Prototypen, die 2003 erstmals als Top-Klasse starten, sind nicht mehr so leistungsstark und schnell wie ihre Vorgänger. Und unsere 911 GT3 RS erwiesen sich in den letzten Jahren als sehr zuverlässig. 1973 holte ein 911 in Daytona einen Gesamtsieg. Es wäre mal wieder an der Zeit ..."

Zum ersten Mal in Daytona am Start ist Marc Lieb (Niefern), der im vergangenen Jahr den Porsche Carrera Cup Deutschland gewann und 2003 zum Porsche-Werkskader gehört. Lieb verstärkt bei der 41. Auflage des Langstreckenklassikers das private US-amerikanische Orbit-Racing-Team mit den amerikanischen Fahrern Peter Baron, Leo Hindery und Kyle Petty.

Die Italiener Fabio Rosa, Gabrio Rosa und Luca Drudi sind als GT-Sieger des Jahres 2000 erneut auf einem GT3 RS am Start. Die Fahrer-Mannschaft des deutschen Seikel-Motorsport-Teams wird komplettiert durch den Ex-Formel 1-Fahrer Alex Caffi (Italien).

In der GT-Klasse, die seriennahen Rennfahrzeugen vorbehalten ist, lagen drei Tage vor dem Start 20 Nennungen vor, von denen 13 für Porsche-Rennsportwagen abgegeben wurden. Auf Porsche-PS vertraut in der neuen Daytona-Prototypen-Klasse auch das private US-amerikanische Brumos-Team mit den beiden Fabcar-Porsche. Die Sportwagen, gefahren von Mike Borkowsky, David Donohue, Randy Pobst (alle USA), Chris Bye (Kanada) sowie J.C. France, Scott Goodyear, Hurley Haywood, Scott Sharp (alle USA) verfügen über 3,6-Liter-Sechszylinder-Saugmotoren, die prinzipiell baugleich mit den Kunden-Motoren der 911 GT3 RS sind.
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