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2003-01-23 20:31:31 - ks
F1: Renault will 2003 Podestplätze

Der neue Renault R23 wurde am 23. Januar vorgestellt
Renault will in diesem Jahr in den Kampf um die Formel-1-Spitzenplätze verstärkt eingreifen. „Wir wollen die Lücke zu den drei Top-Teams schließen und um die Plätze auf dem Siegerpodest streiten”, erklärte Patrick Faure, Renault-F1-Präsident und stellvertretender Generaldirektor der Renault S.A., anlässlich der offiziellen Präsentation des neuen Renault R23 am 23. Januar 2003 auf der Rennstrecke im französischen Le Castellet. Die personell aufgestockte Werks-Equipe tritt wie im Comeback-Jahr 2002 mit einem eigenen Team, eigenem Chassis und eigenem Motor an. Die Formel-1-Weltmeisterschaft eignet sich laut Faure bestens, um die technologische Kompetenz des Konzerns unter Beweis zu stellen und die Dynamik der Marke zu betonen.

Dank der zügigen und exakt geplanten Entwicklung geht Renault beim Saisonauftakt im australischen Melbourne mit zwei ausgereiften Fahrzeugen an den Start. „Die Chance, ohne technische Probleme ans Ziel zu kommen, liegt bei über 80 Prozent”, sagt Patrick Faure. Von einer soliden Basis aus wird der Motor kontinuierlich an sein Leistungsmaximum herangeführt. Auch die Aerodynamik verfügt noch über ein Verbesserungspotenzial von rund 15 Prozent.

Mit Jarno Trulli (28) und Fernando Alonso (21) verfügt die Equipe Renault über zwei der schnellsten Grand-Prix-Piloten. Der Italiener Trulli trug im vergangenen Jahr entscheidend dazu bei, dass Renault beim Formel-1-Comeback den angestrebten vierten Platz in der Konstrukteurs-Wertung erreichen konnte. In dem Spanier Alonso, letztjähriger Renault-Testfahrer, sieht Teamchef Flavio Briatore „einen der künftigen Großen dieses Sports”.

Die ehrgeizigen Ziele der französischen Marke gründen sich auf die Neu- und Weiterentwicklungen der Renault-F1-Kompetenzzentren Viry-Châtillon (F) und Enstone (GB). „Unser revolutionäres Triebwerkkonzept – der V10 mit extrem weiten Zylinderbankwinkel – hat sich bewährt. Die aktuelle Generation RS23 verbraucht weniger Kraftstoff und produziert noch mehr Leistung bei deutlich erhöhter Zuverlässigkeit”, kommentiert Jean-Jacques His, Generaldirektor des französischen F1-Motorenzentrums in Viry-Châtillon.

Als einen weiteren Erfolgsfaktor führt Mike Gascoyne, Technischer Direktor des britischen Renault-F1-Standorts, das komplett neu konzipierte Chassis R23 an: „Wir haben die Erfahrungen mit der Vorgängerversion konsequent genutzt und in allen wesentlichen Kriterien beträchtliche Fortschritte gemacht.”

Dabei zahlten sich weiter optimierte Arbeitsabläufe im Konstruktionsprozess aus. Lediglich 18 Monate vergingen seit der Entwurfs-Phase bis zum ersten Funktionstest des Renault R23 Ende November 2002. Dank der engen Verzahnung der Spezialisten-Teams in Viry-Châtillon und in Enstone bildeten Chassis und Motor von Projektbeginn an eine Entwicklungseinheit. So ließen sich die Vorteile der beiden Hauptkomponenten auf ideale Weise kombinieren. Beispiel: Der besonders niedrige Schwerpunkt des RS23 V10 schafft die Voraussetzungen für ein überragendes Handling des Renault-Boliden. Das erlaubt höhere Kurvengeschwindigkeiten bei maximaler Traktion. Da auf diese Weise weniger aerodynamischer Abtrieb erforderlich ist, können die Flügel relativ flach gestellt werden. Dadurch verringert sich der Luftwiderstand auf der Geraden, was in einer höheren Spitzengeschwindigkeit resultiert.


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