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2003-01-19 19:52:09 - ks
VLN: Über 500 Gäste bei Siegerehrung 2002

(c) ts photo
Siegerfoto ohne Sieger - Merten dient derzeit in Afghanistan
Pokale und Preisgeld-Schecks für die erfolgreichen Fahrer in der attraktivsten Langstrecken-Rennserie Europas. Über 500 Gäste waren zur Siegerehrung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2002 in das Congress-Zentrum im Dorint-Hotel am Nürburgring gekommen.

Die Siegerehrung ist seit Jahren stets im Januar, sodass mit dem Rückblick auf das abgelaufene Jahr auch schon ein Ausblick auf die Mitte März beginnende neue Saison gegeben werden kann. Die wird auch 2003, wie 26 Mal vorher, von der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring (VLN) organisiert. Deren Geschäftsführer Karl-Heinz Gürthler begrüßte die Gäste und wünschte allen ein „glückliches Motorsportjahr“. Mit starkem Beifall wurde Gürthlers Versprechen aufgenommen: „Wir machen Breitensport und werden auch in Zukunft Breitensport machen.“ Die Saison 2003 war eine der erfolgreichsten in der langen VLN-Geschichte. Durchschnittlich starteten zu jedem der zehn Meisterschaftsläufe 164 Fahrzeuge, insgesamt waren über 900 Fahrerinnen und Fahrer am Start.

Der Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz, überbrachte die „Grüße unserer gesamten Belegschaft“. Kafitz: „Jeder in unserem Unternehmen weiß, was die Nürburgring GmbH an der VLN hat. Die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ist die dauerhafteste, erfolgreichste, krisensicherste und gerechteste Rennserie in Deutschland.“ Kafitz teilte mit, dass die Nürburgring GmbH 2003 einen „hohen sechsstelligen Euro-Betrag“ in die Nordschleife des Nürburgrings investiert. Unter anderem werden 17.000 Quadratmeter Asphalt erneuert. Der Charakter der legendären Rennstrecke werde nicht verändert, versprach der Nürburgring-Chef, und erhielt dafür von der versammelten VLN-Gemeinde donnernden Applaus, denn die Nordschleife ist die „Heimat der VLN“.

Hans-Jürgen „Jöckel“ Hilgeland ist Sprecher des VLN-Vorstandes. Er sprach von einem „tollen Aufschwung“ der Serie und einer überaus erfolgreichen VLN-Saison 2002. Als Basis für den Erfolg nannte Hilgeland „die Einigkeit der elf VLN-Partner und die Offenheit, die innerhalb der VLN herrscht“. Neid und Missgunst seien in der VLN unbekannt, sagte er und nannte die VLN, Teams und Fahrer eingeschlossen, „eine große Familie“. Hilgelands Dank galt allen Helfern, ohne die kein Rennen möglich sei. Er gab bekannt, dass eine Spendenaktion, zu der die VLN aufgerufen hatte, 25.000 Euro für einen bei einem Einsatz schwer verunglückten Helfer auf einem Sicherheitsfahrzeug erbracht habe.

Zu Wort kamen auch die Vertreter der Sponsoren und VLN-Partner. Sie bescheinigten der Serie hohes Niveau und große Ausstrahlung nach draußen.

Die Siegerehrung war in einen festlichen Rahmen gefasst. Showeinlagen und Zeit für den Gang zum Buffet unterbrachen die Verteilung von Pokalen und Schecks.

Zum ersten Mal in der VLN-Geschichte konnte der Gesamtsieger seine Trophäen nicht selbst in Empfang nehmen. Mario Merten aus Nürburg, auf BMW 318iS Sieger der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2002, ist derzeit einige Tausend Kilometer vom Nürburgring entfernt. Der Berufssoldat ist in Afghanistan im Rahmen der UN-Friedenssicherung tätig. Den Riesenpokal für den BFGoodrich Langstreckenmeister 2002 nahm stellvertretend Mertens Freundin Daniela Scheid entgegen.

Die große „VLN-Familienfeier“ war mit der Preisverteilung noch lange nicht zu Ende. Zu den Klängen der Showband „The Sky-Dogs“ zeigten viele VLNler, dass sie auch auf dem Tanzparkett flott unterwegs sind.


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