Peugeot hat seit 1985 nicht mehr die Monte gewonnen
Mit der Rallye Monte Carlo startet die Rallye-Weltmeisterschaft in die neue Saison. Insgesamt 58 Teams haben für die 71. Auflage des Klassikers in den französischen Seealpen genannt. Unter ihnen 27 Teams aus der Junior-Weltmeisterschaft (JWRC), die mit Super 1600-Fahrzeugen ausgetragen wird. Insgesamt 14 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 415,02 Kilometern stehen für die Teams auf dem Programm.
Wenn am Freitagmorgen um 7.48 Uhr die erste Wertungsprüfung in Angriff genommen wird, gelten vor allem die beiden französischen Teams Peugeot und Citroen als die großen Favoriten. Nicht nur, weil es ihr Heimspiel ist, sondern weil mit Gilles Panizzi (Peugeot) und Sebastien Loeb (Citroen) die derzeit vielleicht schnellsten Asphaltpiloten am Volant Platz nehmen. Doch in den vergangenen Jahren hatten beide Marken des PSA-Konzerns Pech: Im Vorjahr verlor Loeb den Sieg an Tommi Mäkinen wegen eines illegalen Reifenwechsels. Und Peugeot wartet seit 1985 (damals Ari Vatanen im 205 T16) auf den ersten Sieg im Fürstentum.
Dem ersten Asphaltsieg fiebert Doppelweltmeister Marcus Grönholm entgegen, während Teamkollege Richard Burns sogar noch immer auf seinen ersten Peugeot-Triumph überhaupt wartet. Neben Loeb greifen bei Citroen die beiden Neuzugänge Carlos Sainz und Colin McRae ins Lenkrad. Sainz konnte bereits 91, 95 und 98 die Siegertrophäe mit Fürst Rainier in Empfang. Alle sechs Piloten haben jedoch eines gemeinsam: den fünften Sieg in Folge von Tommi Mäkinen verhindern!
Der vierfache Weltmeister zeigte in den vergangenen vier Jahren beim Saisonauftakt der Konkurrenz jeweils den Auspuff. Und auch in 2003 gilt der Finne als einer der ganz Schnellen in der Branche, auch wenn „BigMäk“ im Verlauf der Vorsaison doch zumeist langsamer als Teamkollege Petter Solberg war. Mit dem brandneuen Subaru Impreza WRC03 werden beide bei der Vergabe des Sieges ein wichtiges Wort mitreden.
Nach dem Wechsel von Pirelli zu Michelin erhofft sich Ford vor allem auf Asphalt größere Chancen. Ob dieses berechtigt ist, werden die Piloten Markko Märtin, Francois Duval und Mikko Hirvonen beweisen müssen. Drei Monte-Siege hat Didier Auriol auf seinem Konto (90/92/93). Doch der reaktivierte Franzose sowie Teamkollege Toni Gardemeister werden für Skoda bestenfalls in die Punkteränge fahren können. Freddy Loix und Armin Schwarz pilotieren die beiden Hyundai Accent WRC.
Nicht an den Start gehen wird Gruppe N-Vizeweltmeister Kristian Sohlberg, der als einer der großen Favoriten für die JWRC gilt. Doch ein Angebot des Mitsubishi-Werksteams, bei der Arctic Lapland Rally ein World Rally Car zu pilotieren, konnte der 26jährige nicht ablehnen. Als Teamkollege von Ex-Formel 1-Weltmeister Mika Hakkinen steuert Solberg einen Mitsubishi Lancer WRC 2002.