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2003-01-12 19:56:29 - ks
RAID: Rückschlag für Kleinschmidt

Antriebsschaden am Tarek von Jutta Kleinschmidt
Vor ihrem Ruhetag war die Rallye Telefónica Dakar von erheblichen Turbulenzen geprägt. Während mit Stéphane Henrard und Copilot Bobby Willis weiterhin ein Volkswagen Tarek unter den besten Zehn der Gesamtwertung liegt, erreichte nur ein Teil aller Teams und Servicemannschaften das Ziel der elften Etappe in Siwa. Ein in der Lkw-Wertung geführtes Team fuhr beim Überqueren der libysch-ägyptischen Grenze auf eine Mine. Alle drei Besatzungsmitglieder blieben unversehrt – es entstand nach Angaben des Veranstalters lediglich ein technischer Schaden am Fahrzeug. Die Rallye-Leitung hat daraufhin in Kooperation mit den ägyptischen Behörden die Weiterfahrt aller Teilnehmer und Servicemannschaften durch die Grenzsektion unterbrochen.

Somit erreichte Stéphane Henrard das Tagesziel, doch Jutta Kleinschmidt und die gesamte Volkswagen Service-Mannschaft sind von der Unterbrechung betroffen. Nach einer spannenden Aufholjagd, die die Volkswagen Werkspilotin von Platz 64 zu Beginn der Rallye bis auf Gesamtrang vier nach vorne gebracht hat, erlebten die Deutsche und ihre Beifahrerin Fabrizia Pons auf der heutigen elften Etappe einen Rückschlag. Nach 276 der 438 gewerteten Kilometer auf dem Weg von Sarir in Libyen nach Siwa in Ägypten diagnostizierte Jutta Kleinschmidt einen Antriebsschaden an ihrem Volkswagen Tarek. Im Schlepptau des in Wertung geführten Volkswagen Servicefahrzeugs mit der Startnummer 440 passierte der Tarek alle Kontrollpunkte und wurde im Etappenziel vorläufig auf Platz 66 gewertet. Jutta Kleinschmidt fiel damit im Gesamtklassement zwei Positionen hinter ihren Teamkollegen Stéphane Henrard auf den elften Platz zurück.

„Da Jutta das Etappenziel in Siwa nicht erreicht hat und eine Aufhebung der Absperrung durch den Veranstalter noch nicht erwartet wird, können wir noch nicht absehen, wann wir mit der genauen Diagnose des Schadens beginnen können“, erklärte Rudolf-Helmut Strozyk, der Leiter von Volkswagen Racing. „Damit ist auch noch keine Aussage zum Verbleib von Jutta und Fabrizia im Wettbewerb möglich. Erst der morgige Ruhetag wird uns eine Möglichkeit zu einer präziseren Diagnose bieten.“

Stand nach Etappe 11: Sarir (LAR) – Siwa (ET)
1. Peterhansel / Cottret (F/F), Mitsubishi Pajero, 27:54.13 Std.
2. Masuoka / Schulz (J/D), Mitsubishi Pajero, + 16.32 Min.
3. de Mevius / Guehennec (B/F), BMW X5, + 1:31.47 Std.
9. Henrard / Willis (B/GB), Volkswagen Tarek, + 3:27.44 Std.
11. Kleinschmidt / Pons (D/I), Volkswagen Tarek, + 6:08.23 Std.


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