Mitsubishi-Werkspilot Stéphane Peterhansel ist der Sieger der Königsetappe der Dakar-Rallye 2003, dem ersten Teil einer zweitägigen Marathon-Prüfung ohne vollen Service am libyschen Zwischenzielort Ghat. Der 37-Jährige fuhr auf der siebten und längsten Sonderprüfung des Wüsten-Klassikers mit einem Schnitt von über 110 km/h Bestzeit (5:07.41 Std.) und verwies die japanisch-deutsche Paarung Hiroshi Masuoka und Andreas Schulz im zweiten Pajero Evolution mit 11.32 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Damit baute Peterhansel seine Führung im Gesamtklassement vor Masuoka auf 12.21 Minuten aus. Der Drittplatzierte Kenjiro Shinozuka (Nissan) hat bereits 51.20 Minuten Rückstand.
Die Strecke – mit 584 Kilometern so lang wie die bisherigen sechs Prüfungen zusammen – führte entlang der libysch-algerischen Grenze bis zur Oase Ghat und beinhaltete alle Schwierigkeiten der Dakar an einem Tag: Schnelle Schotterstrecken, gewaltige Dünenfelder und steinige Canyons. Die Entscheidung zwischen den beiden Mitsubishi-Teams fiel nach dem ersten Kontrollpunkt. Auf den ersten 300 Kilometern lieferten sich Peterhansel und Masuoka erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch auf den 50 Kilometern bis zum dritten Kontrollpunkt verlor Masuoka zwölf Minuten. Zwar fand der Japaner sein altes Tempo wieder, den Rückstand konnte er aber nicht mehr abbauen, da Peterhansel auf dem Weg zum vierten Etappensieg keinen Fehler machte.