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2002-12-24 22:58:00 - ks
RAID: Eine neue Generation Geländewagen

Teamchef Dominique Serieys: "Das beste Auto, das wir je hatten"
Als Stéphane Peterhansel Anfang November die UAE Desert Challenge gewann, stand fest: Der neue Mitsubishi Pajero Evolution ist ein Volltreffer. „Das beste Auto, das wir je hatten“, so Teamchef Dominique Serieys Nach nur neun Monaten Entwicklung entschieden Peterhansel und sein Teamkollege Hiroshi Masuoka gleich beim ersten Wettbewerbseinsatz des 270 PS starken Wüstenrenners alle vier Wertungsprüfungen für sich. Die Generalprobe für die Dakar-Rallye 2003 war mehr als eindrucksvoll geglückt. Der Grund für den Erfolg: Chefingenieur Max Felter und sein Team haben mit dem Pajero Evolution den Geländewagen revolutioniert. Der Techniker erklärt: „Wir haben nur den Motor aus dem Vorjahres-Auto übernommen. Aber selbst der wurde nochmals überarbeitet. Das sequenzielle Sechsganggetriebe sowie Cockpit, Fahrwerk und Chassis sind komplett neu entwickelt.“ Anders als sein Vorgänger verfügt der Pajero Evolution über einen Gitterrohrrahmen als tragendes Element und eine Karosserie aus Kohlefaser-Kevlar-Verbundstoff. Diese Konstruktion ist stabiler und spart dennoch Gewicht.

Da man aber das vom Reglement vorgeschriebene Mindestgewicht von 1.750 Kilogramm nicht unterschreiten durfte, ergaben sich Reserven in anderen Bereichen. „Wir haben beispielsweise besonders belasteten Aufhängungsteile stärker dimensioniert“, so Felter. Gerne verweist der Techniker auch auf ein neues Zubehörteil: „Der Evo verfügt erstmals über eine hydraulische Hebeanlage, mit der wir pro Reifenwechsel bis zu einer Minute sparen.“ Um die Massen besser zu verteilen und den Schwerpunkt abzusenken, wurde der Motor gegenüber dem T2 Pajero 22 Zentimeter nach hinten und 7 Zentimeter nach unter versetzt. Diese Maßnahmen haben gewirkt. Dakar-Sieger Masuoka schwärmt: „Der Evo fährt sich fast wie ein Go-Kart.“ Durch die flache, im Windkanal geformte Karosserie ergab sich auch eine deutlich verbesserte Aerodynamik. Der Pajero Evolution jagt bei Bedarf mit knapp 200 km/h durch die Wüste – und hoffentlich auch zum Sieg.


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