Bäder / Hagenmeyer ließen 2002 nur neun Runden aus
Insgesamt 1195 Fahrerinnen und Fahrer aus der ganzen Welt nahmen in der Saison 2002 ein Rennen auf der Kombination aus Nürburgring-GP-Kurs und Nordschleife in Angriff. Wer bei allen Rennen zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und dem Int.-ADAC-24 Stunden-Rennen an den Start ging, hätte maximal 388 Runden drehen können. Ohne das Rennen zweimal rund um die Uhr waren immerhin noch 247 Umrundungen des Eifelkurs möglich.
Mit einem überlegenen Vorsprung von 26 Runden (welches in etwa der Distanz von einem VLN-Rennen entspricht!!) konnte der Getrag-BMW M3 E36 von mb-Autotechnik diese Statistik für sich entscheiden. Nur beim 24 Stunden-Rennen fehlten auf die siegreiche Viper acht Runden (zwei defekte Antriebswellen kosteten alleine sechs Runden) und beim vorletzten VLN-Rennen eine Runde (wegen Ersatzmotor). Ansonsten spulten Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer ihre Runden wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk ab. Der drittplazierte Porsche-Pilot Wolfgang Destree erreichte mit 353 Runden eine Runde mehr als Arno Klasen, der mit diversen Porsche- und BMW-Fahrzeugen 352 Umläufe schaffte.
Auf dem sensationellen siebten Rang (= viertbestes Auto) bereits der erste Honda Accord Type-R von Frank-Dieter „Hoppel“ Lohmann und Ralph-Peter Rink. Abgesehen davon, dass ihr seriennahes Cup-Fahrzeug rund eine Minute langsamer pro Runde als Getrag-BMW, Porsche & Co. ist, starteten die beiden in der einmal mehr stark umkämpften Cup-Klasse. Und wie bei Markenpokalen üblich, sind hier Rempler und der Austausch von Farbproben an der Tagesordnung. Umso bemerkenswerter die 345 Runden von Lohmann/Rink. Das zuverlässigste Serienfahrzeug war der Opel Astra OPC aus dem Pink Power Performance Center. Ludger Henrich und Jürgen Schulten pilotierten den nur 170 PS starken Flitzer 326 Mal um den Kurs. Iris Hoffmann landete als beste Frau mit 297 Runden auf Platz 35.