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2002-12-20 13:13:18 - ks
RAID: Peterhansel kann bei der Dakar Geschichte schreiben

Peterhansel wäre erst der Zweite, der die Dakar mit dem Motorrad und dem Auto gewinnt
Wenn Mitsubishi-Werkspilot Stéphane Peterhansel am 1. Januar 2003 zur 25. Auflage der berühmten Dakar-Rallye aufbricht, peilt er nicht nur einen Sieg an: Im Falle eines Triumphes wäre der Franzose erst der zweite Teilnehmer, der den anstrengenden Marathon sowohl mit dem Motorrad, als auch mit dem Pkw für sich entscheiden könnte.

Peterhansel wechselte 1999 vom Motorradsattel ins Autocockpit. Zuvor hatte er die Dakar als Yamaha-Werkspilot nicht weniger als sechs Mal gewonnen. Jetzt kann der 37-Jährige seinem Landsmann Hubert Auriol in die Geschichtsbücher der Dakar folgen. Der heutige Rallye-Organisator Auriol hatte das Wüstenabenteuer bereits als Mitglied des BMW-Motorradteams siegreich beendet, als er 1992 mit Mitsubishi auch in der Pkw-Kategorie zum Sieg fuhr.

Peterhansel debütierte 1980 im Alter von 15 Jahren auf dem Motorrad. Elf Jahre später trug er sich erstmals in die Siegerliste der Dakar ein. Auch 1992 und 1993 triumphierte er. Es folgten die Siege vier bis sechs bei der Rallye Granada-Dakar 1995, bei der Dakar-Agadez-Dakar 1997 und bei der Paris-Granada-Dakar 1998.

Auch nach dem Wechsel in das Pkw-Cockpit zeigte der Umsteiger sein Ausnahmetalent: 1999 erzielte er bei der Zeitenjagd von Granada nach Dakar auf Anhieb einen hervorragenden siebten Platz. Ein Jahr später verpasste er seinen ersten Sieg im Auto als Gesamtzweiter nur knapp. Dabei vertraute er auf die Mitsubishi-Antriebstechnik in seinem Mega Desert-Prototyp. 2001 gewann Peterhansel bei der Dakar die T1-Klasse der Serienfahrzeuge.

2002 wechselte er in die T2-Klasse der seriennahen Autos und im Laufe der Saison ins Mitsubishi-Werksteam. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: In Tunesien siegte Peterhansel ebenso wie bei der Premiere des neuen Pajero Evolution Anfang November 2002 bei der UAE Desert Challenge.

An der Seite seines langjährigen Beifahrers Jean-Paul Cottret will „Peter“ – so der Spitzname des Franzosen in seiner Heimat – jetzt den Eintrag in die Dakar-Geschichtsbücher mit einem Sieg im Mitsubishi Pajero Evolution perfekt machen. Keine leichte Aufgabe: Von den 342 Startern treten alleine 128 als direkte Kontrahenten in der Pkw-Kategorie an. Die 8602 Kilometer lange Strecke führt über Frankreich, Spanien, Tunesien, Libyen und Ägypten ins Ziel nach Sharm El Sheikh auf dem Sinai.


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