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Gametest: Racing Simulation 3

Der Markt an Formel-1-Rennspielen ist groß. Für PC und Playstation gibt es eine Reihe von Titeln, die allesamt für sich in Anspruch nehmen, die Formel 1 möglichst nah an der Realität umzusetzen. Einen etwas anderen Weg geht Ubisoft mit dem brandneuen "Racing Simulation 3". Ohne offizielle FIA-Lizenz entfernt sich das Game in seiner Präsentation bewußt von der Königsklasse. Die Wagen sind mit fiktiven Sponsoren geschmückt, die Fahrer stellen eigenständige Charaktere dar. Einzig bei den Rennstrecken greift Ubisoft auf die Originale zurück, allerdings etwas versteckt. So handelt es sich beispielsweise beim Großen Preis von Neuseeland in "Racing Simulation 3" um den bekannten Albert Park Circuit in Melbourne - also den Großen Preis von Australien.
Die grundlegende Frage ist, ob eine Simulation ohne direkten Bezug zur F1 Spaß machen kann. Ist der durchschnittliche Spieler darauf angewiesen, mit Michael Schumacher im Ferrari seine Runden zu drehen? Nach den ersten Runden "Racing Simulation 3" ist die Fragen schnell beantwortet: nein! Das Game vereint sechs Spielmodie, bietet eine realitätsnahe Intelligenz der Gegner, erlaubt umfangreiche Fahrzeugkonfigurationen und auch die technische Umsetzung, sprich Grafik und Sound, muss sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken.
Die Revenge-Engine, die sich für die Optik und die Fahrphysik verantwortlich zeichnet, ist auf den ersten Blick etwas befremdlich. Die Fahrzeuge und Rennstrecken wirken auf den ersten Blick etwas weich, was sich aber nicht auf die detailgenaue Darstellung auswirkt. Langjährige PC-User werden sich etwas in die Zeit der 3dfx-Karten zurückversetzt fühlen. Aber die Grafik weis zu gefallen. Das Fahrverhalten der Boliden ist von Anfang an sehr angenehm. Der Grenzbereich ist, gerade mit einem Force-Feedback-Lenkrad deutlich spürbar. Ein beherztes Gegenlenken und das Fahrzeug befindet sich wieder auf dem Weg nach vorne.
Die Setup-Möglichkeiten der Formel-Renner sind enorm. Wenn man in der Lage ist, zwei annähernd gleiche Runden auf einem Kurs zu absolvieren, spürt man Veränderungen deutlich und kann so das Fahrzeug seinen individuellen Vorlieben anpassen. Ein tolles Feature sind die Beschreibungen der einzelnen Einstellmöglichkeiten in der Anleitung. Dadurch ist es auch dem Laien möglich, das Setup zu verstehen.
Eingefleischte Fans von Grand Prix 4 oder F1 2002 brauchen "Racing Simulation 3" eindeutig nicht. Wer jedoch auf der Suche nach einer soliden Formel-1-Simulation ist und auf die realen Fahrzeuge und Fahrer verzichten kann, wird sich mit dem neuen Ubisoft-Racer schnell anfreunden können. Selbst Anfänger dieses Genres kommen, dank variablem Schwierigkeitsgrad, schnell zu Erfolgserlebnissen. Diejenigen, die schon die Teile eins und zwei bevorzugt haben, werden im dritten Teil eine würdige Fortsetzung der Serie finden.
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