Mit diesem Prototypen soll Jutta Kleinschmidt erneut die Dakar gewinnen
Volkswagen erlebt beim 25-jährigen Jubiläum der Rallye Dakar seine Premiere im Marathon-Sport. Zu Beginn des Engagements in der führenden Gelände-Disziplin im internationalen Motorsport stehen beim Langstrecken-Klassiker durch Afrika drei Prototypen von Volkswagen am Start. Mit Jutta Kleinschmidt und ihrer italienischen Copilotin Fabrizia Pons, dem Belgier Stéphane Henrard und Bobby Willis sowie dem deutschen Duo Dieter Depping und Walter Bachhuber verfügt Volkswagen über ein ebenso erfahrenes wie schlagkräftiges Fahrer-Trio.
Die drei vom deutschen Spezialisten Erwin Weber eingesetzten Fahrzeuge sind entsprechend dem T2-Reglement der Motorsport-Hoheit FIA als Buggys konzipiert worden. "Die Auswahl von Fahrzeug-Konzept und Veranstaltung spiegeln unsere ersten Ambitionen auf diesem für uns neuen Terrain wider", erläutert Rudolf-Helmut Strozyk, Leiter von Volkswagen Racing. "Ein Buggy bietet uns als leichte Rohrrahmen-Konstruktion die Gelegenheit, mit einem robusten wie auch zuverlässigen Konzept erste Erfahrungen bei der härtesten Marathon-Veranstaltung der Welt zu sammeln. Ebenso ist es die erste Chance für die gesamte Mannschaft, die geografischen Gegebenheiten im Marathon-Sport kennen zu lernen. Zudem wollen wir uns so bald wie möglich an den Wettbewerb gewöhnen. Bei der Rallye Dakar treffen wir auf die Elite jener Gegner, mit denen wir uns in den kommenden Jahren messen wollen."
Bei einem ersten Test im südfranzösischen Château-Lastours und einer weiteren Erprobung in Marokko im November hat Volkswagen mit einem ersten Prototypen des Buggy Erfahrungen auf mehreren tausend Kilometern gesammelt. Dabei erwies sich das von einem 160 kW (218 PS) starken 1,9-Liter-Vierzylinder-TDI®-Aggregat angetriebene Modell auf Anhieb als zuverlässig und wettbewerbsfähig. Die Entwicklung von Chassis und Karosserie erfolgte in Zusammenarbeit mit der renommierten Italdesign-Giugiaro-Gruppe aus Italien. Bei dem Volkswagen TDI®-Aggregat handelt es sich um eine Variante des im Rennsport bei Langstrecken-Einsätzen erprobten Diesel-Direkteinspritzer-Triebwerks. Die Weiterentwicklung ist im Stammwerk in Wolfsburg verwirklicht worden.
Für die am 1. Januar im südfranzösischen Marseille beginnende Rallye Dakar, die über Spanien, Tunesien und Libyen ins ägyptische Sharm El Sheikh am Roten Meer führt, hat Rudolf-Helmut Strozyk dem Team ehrgeizige Ziele gesetzt: "Angesichts eines hochwertigen und auch quantitativ beträchtlichen Aufgebots unserer führenden Gegner peilen wir keine feste Platzierung im Endergebnis an. Stattdessen wollen wir unseren ersten Einsatz so reibungslos wie möglich absolvieren. Uns steht ein erhebliches Lernpensum bevor - in organisatorischer, technischer und sportlicher Hinsicht. Ich bin mir sicher, mit einer so starken Mannschaft eine Zielankunft bei der Premiere verwirklichen zu können."