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2002-11-25 21:59:31 - ks
CART: Nach dem Lausitzring nun auch Rockingham...

Rockingham wurde aus dem CART-Kalender 2003 gestrichen
Die Organisatoren der amerikanischen CART-Serie gaben heute bekannt, dass nach dem EuroSpeedway Lausitz nun auch das Rennen auf dem englischen Oval in Rockingham im Kalender 2003 keine Berücksichtigung mehr findet. Die dritte Ausgabe der Rockingham 500 sollten am 3. und 4. Mai stattfinden. Ähnlich wie der EuroSpeedway, kämpfen die Betreiber in England mit finanziellen Problemen. Beide Parteien wollen für die Zukunft aber doch an dem Event festhalten.

"Wir haben die CART-Serie zu uns eingeladen, um die schnellste Rennserie der Welt nach Großbritannien zu bringen", so Rockingham-Geschäftsführer Ashley Pover. "Aber wir mußten uns eingestehen, dass das Rennen 2003 für uns finanziell nicht zu realisieren ist." Die Organisation der CART-Serie sucht nun nach Alternativen, denn mindestens ein Start in Europa ist weiterhin geplant.

"Wir danken den Betreibern des Rockingham Speedway, dass sie uns geholfen haben, in den letzten zwei Jahren zwei denkwürdige Rennen in Europa zu fahren", so CART-Präsident Christopher Pook. "Wir werden auch weiterhin mit Rockingham in Kontakt bleiben. Wir suchen nach interessanten Schauplätzen in Europa und ich werde am Wochenende persönlich dort hin reisen, um Termine mit möglichen Bewerbern wahrzunehmen. Wir haben in den letzten zwei Jahren erkannt, dass den europäischen Fans unsere Rennen gefallen haben. Zudem ist auch für unsere Partner und Sponsoren der europäische Markt von Großer Bedeutung."

Dies dürfte vor allem zutreffen, seitdem Ford vor einigen Tagen als neuer Titelsponsor in die CART-Serie zurückgekehrt ist. Gerückten zufolge, plant Jakob Andreas Grajewski, Chef der Werbe- und Marketing-Agentur J.A.G und V8STAR-Teamchef, einen Champcar-Lauf auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover. Diese Vision darf allerdings eher als Marketing-Finte gesehen werden. Denn eine Rennveranstaltung auf einer nicht permanenten Rennstrecke gilt aus finanzieller und organisatorischer Sicht in Deutschland als kaum mehr durchführbar.

Wahrscheinlicher ist das Gerücht, dass die CART in der kommenden Saison im belgischen Spa Francorchamps an den Start gehen könnte. Nach dem Ausscheiden des Ardennenkurses aus dem Formel-1-Kalender, das Tabakwerbeverbot tritt in Belgien bereits im August kommenden Jahres in Kraft, könnte diese Großveranstaltung zumindest teilweise den finanziellen Verlust für die Region rund um die Traditionsrennstrecke ausgleichen.
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