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2002-11-17 20:43:54 - ju
Rallye WM: Erster WM-Sieg für Petter Solberg

Petter Solberg: Sieg und Vize-Weltmeister
Erster Gesamtsieg für Petter Solberg! Und das bei einer der schwierigsten und anspruchsvollsten Rallyes im WM-Kalender. Nach 17 Wertungsprüfungen über fast 400 Kilometern feierte der norwegische Subaru-Pilot mit 24,4 Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg bei der Network Q-Rallye of Great Britain. Den Grundstein zum Erfolg legte Solberg bei der Auftaktprüfung des letzten Tages, der 54,690 Kilometer langen „Resolfen“, wo er dem bis dahin führenden Ford-Piloten Marko Märtin 21,9 Sekunden abknöpfte. Dritter wurde Carlos Sainz in einem weiteren Ford Focus.

„Reifen super, Subaru super, alles lief bestens“, freute sich Solberg mächtig über seinen ersten Sieg. „In Resolfen habe ich voll attackiert, und es hat sich gelohnt.“ Die Trauer hielt sich bei Marko Märtin in Grenzen, war der Este doch auch mit Rang zwei sehr zufrieden. „Für mich war es wichtiger, ins Ziel zu kommen als zu siegen. Vor allem im Mittelabschnitt von Resolfen war sehr viel Nebel, da bin ich lieber etwas vorsichtiger gefahren.“ Dank diesem Sieg wurde Solberg Vize-Weltmeister, einen Punkt vor Sainz, zwei vor Colin McRae und drei vor Richard Burns!

Große Freude auch bei Hyundai, wo Freddy Loix und Juha Kankkunen den vierten Rang in der Marken-Wertung herausfahren konnten. Der Gesamt-Achte Loix ergatterte noch einen Punkt für die Hersteller-Meisterschaft und sicherte Hyundai mit nun zehn Zählern Platz vier vor Skoda und Mitsubishi (je neun Punkte). Als einziger Deutscher Pilot sah Armin Kremer im Werks-Ford Focus mit über 15 Minuten Rückstand als 14. das Ziel in Cardiff. In der Gruppe N siegte der Schwede Oscar Svedlund in einem Mitsubishi Lancer.

Endergebnis nach 17 Prüfungen:
1. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 3:30.36,4 Stunden
2. Märtin/Park (Ford Focus) + 24,4 Sekunden
3. Sainz/Moya (Ford Focus) + 1.35,7 Minuten
4. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 2.37,5 Min.
5. C.McRae/Ringer (Ford Focus) + 3.01,5 Min.
6. Mark Higgins/Thomas (Ford Focus) + 5.01,9 Min.
7. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 5.15,8 Min.
8. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 5.15,9 Min.
9. Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) + 5.29,1Min.
10. Toni Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) + 6.02,9 Min.

Wichtige Ausfälle:
WP 16: Loeb/Elena (Citroen Xsara) Radaufhängung
WP 16: Burns/Reid (Peugeot 206) Unfall
WP 10: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) Überschlag
WP 10: Delecour/Savignoni (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 10: Paasonen/Kapanen (Mitsubishi Lancer) Überschlag
WP 8: Feldmann/Ottenburger (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
WP 8: Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) Unfall
WP 8: Radström/Giraudet (Citroen Xsara) Kraftübertragung
WP 5: Blundell/McKenzie (MG ZR) Motorschaden
WP 3: Dale/Bargery (Mitsubishi Lancer) Käfig gebrochen nach Unfall in WP 2
WP 2: Rossi/Cassina (Peugeot 206) Unfall

WP-Bestzeiten:
Solberg 8; Grönholm 5; Märtin 2; Burns 1, eine Prüfung abgesagt

Endstand Fahrer-Weltmeisterschaft:
1. Grönholm 77 Punkte; 2. Solberg 37; 3. Sainz 36; 4. Colin McRae 35; 5. Burns 34; 6. Panizzi 31; 7. Rovanperä 30; 8. Mäkinen 22; 9. Märtin 20; 10. Loeb 18; 11. Bugalski 7; 12. Radström 4; 13. Gardemeister 3; 14. A.McRae, Thiry und Kankkunen je 2; 17. Eriksson, Puras, Loix und M.Higgins je 1.

Endstand Marken-Weltmeisterschaft:
1. Peugeot 165; 2. Ford 104; 3. Subaru 67; 4. Hyundai 10; 5. Skoda und Mitsubishi je 9.


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