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2002-11-15 12:12:40 - ks
F3: Pole beim fünften Macau-Start für Montin

Der Vizemeister der japanischen F3, Montin, sicherte sich die Pole
Auch ohne die Pole-Position hat Kousuke Matsuura alle Chancen auf den Sieg beim 49. Macau Grand Prix. Der Vizemeister der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft steht bei seinem zweiten Macau-Auftritt auf dem dritten Startplatz. Als einziger Pilot im 30-köpfigen Starterfeld erreichte Matsuura im zweiten Zeittraining keine Zeitverbesserung. "Wir haben nach unserer Bestzeit im ersten Qualifying das Set-up leicht verändert - dies war ein Fehler. Zwar haben wir noch versucht, während des zweiten Zeittrainings etwas zu ändern, doch es reichte einfach nicht mehr", so der 23-jährige Japaner. Wie hervorragend seine Rundenzeit von 2:15.768 Minuten aus dem Donnerstagtraining war, zeigte das Training am Freitag: nur Paulo Montin und Tristan Gommendy zogen an Matsuura vorbei. Montin, der als Vizemeister der Japanischen Formel-3-Meisterschaft antritt, kam im Dallara 3/02 Tom´s-Toyota auf 2:14.995 Minuten. Der Italiener steht damit auf der Pole-Position. Neben ihm wird der Franzose Gommendy (Dallara 3/02 Sodemo-Renault) stehen, der in diesem Jahr die Französische Formel-3-Meisterschaft gewinnen konnte und nun bei seinen zweiten Macau-Auftritt mit einer Trainingszeit von 2:15.657 Minuten ebenfalls den Sieg vor Augen hat.

"Mein Auto war heute richtig gut. Noch gestern hatte ich Probleme vor allem im kurvigen Streckenteil oben in der Stadt. Heute stimmte dort der Downforce - deshalb stehe ich jetzt vorn", kommentierte Montin seine Bestzeit. Montin ist auf dem anspruchsvollen und gefährlichen Stadtkurs in seinem Element: "Ich liebe Macau, deshalb fahre ich hier bereits zum fünften Mal. Sein bestes Resultat war der zweite Platz im Jahr 2000.

"Der dritte Startplatz ist gar nicht so schlecht", urteilte Kousuke Matsuura. "Der Macau Grand Prix besteht ja aus zwei Rennen, eines am Sonntagmorgen, das andere am Nachmittag. Sieger ist der, der nachmittags das Hauptrennen gewinnt, morgens geht es nur darum, möglichst weit vorn ins Ziel zu kommen." Der Japaner war nicht nur durch das wenig optimale Set-up im Dallara 3/02 Opel-Spiess des Prema Powerteams gehandicapt, auch zwei Trainingsabbrüche kamen ihm wenig entgegen und störten seinen Rhythmus.

Zweitbester Vertreter der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft war der Niederländer Robert Dornboos auf dem zwölften Platz: "Es hätte viel besser laufen können, doch in meinem ersten Turn lag ich im Windschatten, als sich unmittelbar vor uns jemand drehte, ich ausweichen musste und dabei die Mauer berührt habe. Dennoch bin ich bei meinem ersten Macau-Besuch mit dem Trainingsergebnis nicht unzufrieden. Jetzt hoffe ich auf ein gutes Resultat im ersten Rennen, um dann im zweiten Lauf vorne zu landen."

Ähnlich denken auch der Portugiese Cesar Campanico und der Italiener Vitantonio Liuzzi bei ihrem Macau-Debüt auf den Startplätzen 17. beziehungsweise 24. "Die Piste ist sehr schwierig und schon der kleinste Fehler endet im Aus. Deshalb habe ich es vorsichtig angehen lassen. Leider haben mich die zwei Trainingsabbrüche arg behindert. Für Liuzzi begann der 49. Macau Grand Prix schon früh mit einem Crash. "Der Unfall im ersten freien Training hat mir alle Chancen genommen. Danach ist mein Auto völlig verändert und viel schlechter zu fahren. Zudem habe ich starke Schmerzen im Nacken - dies behindert mich natürlich auch noch."

Das Swiss Racing Team, das in Macau mit zwei Asiaten antritt, war ebenfalls nicht vom Glück verfolgt. Im ersten Training lieferte Tatsuya Kataoka einen Crash, im Abschlusstraining dann Shinya Sato. "Wir sind natürlich mit den Plätzen 23 und 28 überhaupt nicht zufrieden, zumal wir wissen, das vor allem Kataoka für viel schnellere Runden gut ist", kommentierte Teamchef Othmar Welti.

Wie schwierig es in Macau zugeht und wie stark das Feld der weltbesten Formel-3-Piloten dort ist, zeigte das Abschneiden des Britischen Formel-3-Champions Robbie Kerr: der 23-Jährige steht nur auf dem 16. Startplatz.


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