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Rallye WM: Kremer mit neuem Focus zum Finale

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"Wir brauchen sicherlich noch Zeit, um uns auf das neue Fahrzeug einzustellen" |
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| Ford-Pilot Armin Kremer freut sich auf das Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft: Bei der Rallye Großbritannien (14. bis 17. November) starten der Rallye-Europameister des vergangenen Jahres und sein Beifahrer Dieter Schneppenheim mit einem neuen Ford Focus RS WRC des Jahres 2002. Damit ist ihr Einsatzgerät erstmals in der Weltmeisterschaft auf nahezu gleichem technischen Stand wie die Fahrzeuge der Fahrer Carlos Sainz, Colin McRae und Markko Märtin im britischen Werksteam.
„Drehmoment und Motorleistung sind deutlich besser als bei unseren bisherigen Ford Focus RS WRC“, erklärt der Mecklenburger, der sich auf dem Testgelände des britischen Werksteams M-Sport in Großbritannien bei einem kurzen Roll-Out mit seinem neuen Sportgerät vertraut gemacht hatte. „Neu ist für mich außerdem die Joystick-Schaltung. Mein Beifahrer muss sich an ein elektronisches Display im Cockpit gewöhnen, das den herkömmlichen Tripmaster ersetzt.“ Vor dem Start der Rallye Großbritannien hat der 33 Jahre alte Rallye-Profi beim Shakedown eine weitere Gelegenheit, wichtige Testkilometer zu sammeln.
„Wir brauchen sicherlich noch Zeit, um uns auf das neue Fahrzeug einzustellen und sein großes Potenzial zu nutzen“, weiß Armin Kremer, der seinen sechsten und letzten WM-Einsatz in der laufenden Saison bestreitet. „Unser Ziel in Großbritannien ist, ohne Schwierigkeiten durchzukommen und nach den drei Rallye-Tagen das Ziel zu sehen.“ Bereits in der Saison 1999 startete Kremer auf den extrem schwierigen und rutschigen Schotterstrecken in Wales. Trotzdem sind viele der 17 Wertungsprüfungen über 391 gezeitete Kilometer neu für den dreimaligen Deutschen Rallye-Meister. „Allerdings sind wir vor drei Jahren die 54-Kilometer-Prüfung von Resolfen bereits in ähnlicher Version gefahren“, erinnert sich Kremer. „Auf diese Wertungsprüfung freue ich mich ganz besonders, denn für mich ist sie nicht nur das Herzstück der Rallye, auf der sicherlich einige Entscheidungen fallen können. Eine so lange Prüfung ist für mich auch eine ganz besondere fahrerische Herausforderung.“
Vor dem Start warten einige hektische Tage auf Kremer und Beifahrer Schneppenheim. Denn an nur zwei Tagen haben die Teams die Gelegenheit, die Rallyestrecken abzufahren, um den Aufschrieb zu erstellen. „Das Training ist in Großbritannien sehr kurz und kompakt“, sagt Kremer. „Wir werden uns stark darauf konzentrieren, den vorgeschriebenen Zeitplan einzuhalten und den Aufschrieb schnell und zugleich akribisch zu erarbeiten.“ Bereits am Donnerstagabend, 14. November, startet das WM-Finale mit einer Zuschauer-Prüfung im Hafengebiet von Cardiff. Ab Freitagmorgen wird es ernst: Dann führt die Rallye-Route in die Wälder von Wales.
„Das Starterfeld ist stark“, betont der Mecklenburger, der beim Saisonfinale allein auf 35 Konkurrenten in World Rally Cars trifft. Neben den Werkspiloten Sainz, McRae und Märtin pilotieren vier weitere Fahrer einen Ford Focus RS WRC. „Armin soll versuchen, gut durchzukommen“, lautet die Zielsetzung von Teamchef Erwin Weber, der in seiner Karriere als aktiver Rallye-Pilot zweimal in Wales startete. „Die Rallye Großbritannien ist eine der schwierigsten Veranstaltungen der Saison. Regen, Nebel und Schnee und sogar Eis können die Fahrt erschweren. Hier ist es wichtig, keine Zeit durch Fehler zu verlieren. In Großbritannien wird es für Armin sicherlich nicht möglich sein, Bestzeiten zu fahren. Er soll vielmehr versuchen, bei diesen schwierigen Bedingungen fehlerfrei zu fahren und mit konstanten Leistungen auf sich aufmerksam zu machen.“
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