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2002-11-04 19:47:16 - ks
24h: BMW M3 GTR-Test auf der Nordschleife

Dirk und Jörg Müller absolvierten erste Testrunden
Das Schnitzer-Team absolvierte am Montag erste Testfahrten mit dem BMW M3 GTR auf der Nordschleife des Nürburgrings. Abgeschottet von der Öffentlichkeit, hatte das BMW-Einsatzteam gemeinsam mit Reifenpartner Michelin auf dem Parkplatz der neuen Einfahrt zur Nordschleife seine Zelte aufgeschlagen. Als Fahrer kamen Dirk und Jörg Müller zum Einsatz, die abwechselnd Turns von je drei Runden absolvierten.

2001 kam der BMW M3 GTR werksseitig mit V8-Motor in der American Le Mans Series zum Einsatz. Dort holte sich Jörg Müller im über 400 PS starken Boliden den GT-Titel mit souveränen sechs Siegen in acht Rennen. In der vergangenen Saison bildeten Dirk und Jörg Müller, die übrigens nicht miteinander verwandt sind, die Fahrerbesetzung des Schnitzer-Teams in der Tourenwagen-Europameisterschaft auf einem BMW 320i. Jörg Müller errang mit vier Siegen den Vizetitel, Dirk Müller kam mit deren drei auf den vierten Rang in der Meisterschaft.

Es ist anzunehmen, dass ein Einsatz des Schnitzer-Teams beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring angedacht ist, in welchem der GTR auf potente Gegner, wie das Opel Astra V8 Coupé und eine handvoll Porsche GT3 stoßen könnte. Doch die Konkurrenz könnte auch aus eigenem Hause kommen, denn mit Johannes Scheid und dem Duo Michael Bäder / Tobias Hagenmeyer stehen zwei starke BMW Teams mit reichlich Nordschleifen-Erfahrung auf der Matte. Diese setzten allerdings in der Vergangenheit auf einen 6-Zylinder Reihenmotor.

Aerodynamisch haben sich gegenüber dem ALMS-Pendant einige Details verändert. In der Frontpartie wurden sowohl Splitter als auch Stoßfläche deutlich nach vorne gezogen, was für mehr Abtrieb sorgt. Die Radläufe vorne und hinten wurden neu gestaltet und sind nun runder. Diese Änderung verbessert die Aerodynamik genauso, wie die kleineren Luftaustritte in der Motorhaube. Dies ist unproblematisch, da in der Eifel kaum tropische Temperaturen zu erwarten sind.

Augenzeugenberichten zufolge, machte der BMW M3 GTR des Schnitzer-Teams auf der Nordschleife auf Anhieb einen guten Eindruck. Die Traktion stimmte selbst bei feuchten Bedingungen, der Topspeed auf der Döttinger Höhe kratzte vermutlich an der 300 km/h-Marke.


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