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Rallye WM: Grönholms erfolgreiches Schlammbad

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Burns/Reid mußten in WP 7 mit defekter Kupplung aufgeben |
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| Heftige Regenfälle über Nacht und starker Wind verwandelten die Rallye Australien, den vorletzten Lauf zur Weltmeisterschaft, in ein Schlammbad. „Teilweise meinst Du, über einen See zu fahren“, beschrieb Marcus Grönholm beim ersten Service. Der bereits feststehende Weltmeister hat aufgrund der Streckenbedingungen nicht die befürchteten Nachteile. „Im Trockenen musst Du als erster die feinen Steine von der Straße fegen. Aber bei diesem Matsch ist es für alle gleich. Vielleicht haben die ersten Starter sogar einen kleinen Vorteil. Das Schlammbad war o.k.“
Oder auch nicht, denn in der zweiten Prüfung markierte Freddy Loix im Hyundai Accent WRC die Bestzeit, seine dritte der Saison nach Griechenland und Argentinien. „Ich bin volles Risiko gegangen, und es hat sich gelohnt“, freute sich der Belgier. In der sechsten Prüfung endete die starke Vorstellung dann allerdings nach einem Unfall.
Oder auch doch, denn Grönholm setzte auf den Prüfungen drei bis acht die Duftmarken und übernahm auch die Gesamtführung. Überhaupt waren es die Peugeot-Dompteure Grönholm, Richard Burns und Harri Rovanperä, die überwiegend das Tempo bestimmten. Burns mußte jedoch in der siebten Prüfung mit defekter Kupplung. Aber im Vergleich zu den letzten Rallies haben Subaru und Ford näher aufgeschlossen. Vor allem Carlos Sainz, der sich mit einer starken Leistung in „down under“ bei seinem aktuellen Arbeitgeber Ford oder einem anderen Team für 2003 empfehlen möchte, und Petter Solberg im Subaru Impreza gönnten den Peugeot-Piloten keine Verschnaufpause.
Einige Probleme hatte Mitsubishi. Auf der zweiten Prüfung kassierte Francois Delecour zehn Strafsekunden für einen Frühstart. Und Jani Paasonen, der eigentliche Schotterexperte bei MMR, haderte mit dem Wetter. „Mit dem WRC bin ich noch nie im Regen gefahren. Hier muß ich mich erst noch an das Limit tasten.“ Francois Delecour hatte in WP 7 einen granatenmäßigen Abflug, wobei vor allem sein Beifahrer Daniel Grataloup schwer verletzt wurde. Aufgrund zahlreicher Knochenbrüche und einer Lungenquetschung wird der Franzose die Nacht zur Vorsicht auf der Intensivstation verbringen. Es bestünde jedoch keine Lebensgefahr.
In der Gruppe N fahren die beiden WM-Kontrahenten Keramijt Singh (Proton) und Kristian Sohlberg (Mitsubishi) bislang äußerst taktisch. „Für uns zählt nur der Titel, nicht der Tagessieg“, betonte der 24jährige Finne. „Die ersten zwei Tage fahren wir ruhig und schauen mal, welches Tempo Keramijt fährt. Am letzten Tag können wir zur Not immer noch ein paar Kohlen nachlegen.“ Sohlberg verlor jedoch 50 Sekunden aufgrund eines Reifenschadens in WP 6 und hatte im Etappenziel rund 36 Sekunden Rückstand auf Singh.
Ergebnis nach 9 von 24 Wertungsprüfungen:
1. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) 1:18.45,5 Stunden
2. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 29,5 Sekunden
3. Sainz/Moya (Ford Focus) + 33.4 Sek.
4. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 54,2 Sek.
5. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 1.03,8 Minuten
6. C. McRae/Ringer (Ford Focus) + 1.28,5 Min.
7. Märtin/Park (Ford Focus) + 1.47,4 Min.
8. Duval/Fortin (Ford Focus) + 1.58,8 Min.
9. Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) + 2.34,2 Min.
10. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 2.44,5 Min.
11. Paasonen/Kapanen (Mitsubishi Lancer) + 3.12,5 Min.
12. Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) + 3.39,8 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 7 : Burns/Reid (Peugeot 206) Kupplung
WP 7: Delecour/Grataloup (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 7: Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) Motor
WP 6: Loix/Smeets (Hyundai Accent) Unfall
Gruppe N:
1. Stohl/Petrasko (Mitsubishi Lancer) 1:24.38,2 Stunden
2. Crocker/Foletta (Subaru Impreza) + 22,6 Sekunden
3. Herridge/MacNeall (Subaru Impreza) + 1.21,7 Minuten
4. Ordynski/Stewart (Mitsubishi Lancer) + 1.26,5 Min.
5. Singh/Oh * (Proton Pert) + 1.33,6 Min.
6. Lowndes/Randell (Mitsubishi Lancer) + 1.41,8 Min
7. Fiorio/Brambilla * (Mitsubishi Lancer) + 1.50,3 Min.
8. Ferreyros/Del Buono (Mitsubishi Lancer) + 2.05,2 Min.
9. Sohlberg/Honkanen* (Mitsubishi Lancer) + 2.09,0 Min.
* eingeschriebener Teilnehmer Gruppe N-Weltmeisterschaft
Wichtige Ausfälle:
WP 8: Bourne/Stacey (Subaru Impreza) technischer Defekt
WP 6: Harrach/Müller * (Mitsubishi Lancer) Turbo
WP 5: Ligato/Garcia * (Mitsubishi Lancer) Getriebe
WP 3: Manfrianto/Condotta * (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
WP 3: Pykälistö/Mertsalmi (Mitsubishi Lancer) Motor
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