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2002-10-29 20:07:24 - ks
F1: Stuck: "Gute Ansätze mit zu geringer Durchschlagskraft!"

Änderungen des Formel 1-Reglements gehen dem Ex-Piloten nicht weit genug
Den Änderungen des Formel 1-Reglements durch die FIA steht Premiere-Experte Hans-Joachim Stuck mit gemischten Gefühlen gegenüber. Der Ex-Grand Prix-Pilot analysiert im Premiere-Interview: "Das Ganze steht unter der Überschrift: Gute Ansätze, aber zu wenig Durchschlagskraft!"

Das veränderte Punktesystem ist nach Meinung des 51-Jährigen positiv zu bewerten: "Die neue Punkteverteilung ist sehr gut, weil sich der Führende nicht so schnell wie bisher von seinen Verfolgern absetzen kann. Die Tatsache, dass endlich auch kleinere Teams mal Punkte machen können, finde ich ebenfalls gut." Auch der neue Qualifying-Modus ist laut Stuck "hervorragend".

Allerdings fehlen dem 74-maligen Grand Prix-Piloten wesentliche Punkte: "Was ich vermisse, ist das Verbot der Traktionskontrolle oder der Launch-Control. Auf jeden Fall sind die Änderungen nicht signifikant, obwohl sie in die richtige Richtung gehen. Es muss noch weiter darüber nachgedacht werden."

Eindeutig formuliert Stuck seine Auffassung über das Verbot der Teamorder: "Mit der offiziellen Abschaffung der Teamorder hat sich die FIA selbst ein Ei gelegt. Eine Stallorder zu verbieten, kann man gerne versuchen. Aber wenn es einer machen will, kann man es nie 100-prozentig verhindern, weil man es letztlich nicht nachweisen kann. Deshalb wundert mich dieses Verbot, wo doch die FIA eigentlich dafür bekannt ist, transparente Regeln zu schaffen."


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