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Rallye WM: Freies Blasen für Jedermann

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Bei Hyundai greift einmal mehr Altmeister Juha Kankkunen ins Lenkrad |
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| Die Titel in der der Fahrer- und auch Marken-Weltmeisterschaft sind zwar vergeben, aber dennoch verspricht die 15. Rallye Australien, der 13. und vorletzte Lauf zur Weltmeisterschaft 2002, spannend zu werden. „Ich heiße nicht Schumacher und werde daher Richard nicht freiwillig den Vortritt lassen“, beugt der feststehende Weltmeister etwaigen Gerüchten vor. „Richard möchte gerne seinen ersten Sieg für Peugeot feiern, aber auch ich möchte gerne zum dritten Mal in Folge in Australien gewinnen.“ Und auch Harri Rovanperä, dritter Mann bei Peugeot-Sport, peilt seinen ersten Saisonsieg an. „Die Strecken sind nicht ganz so schnell wie Finnland oder Neuseeland, aber dennoch mag ich Australien. Von der ersten Sekunde an zählt nur eines: Vollgas!“ Nicht an den Start gehen wird Asphalt-Ass Gilles Panizzi, dessen Einsatzfahrzeug von Richard Burns bei Testfahrten verschrottet wurde.
„Peugeots Performance der letzten Rallies dämpft natürlich etwas unsere Erwartungen“, gibt Subaru-Speerspitze Petter Solberg zu. „Was aber nicht heißen soll, dass wir keine Chancen haben. Wir werden alles versuchen.“ Tommi Mäkinen, zuletzt konstant langsamer als sein norwegischer Teamkollege, braucht allmählich wieder ein Top-Ergebnis. Inwiefern das Ford-Quartett in den Kampf an der Spitze eingreifen kann, bleibt abzuwarten. Colin McRae startet nach der Trennung von Nicky Grist erstmals wieder mit seinem früheren Partner Derek Ringer. Aber ob der Schotte nach seinem feststehenden Wechsel zu Citroen noch entsprechend motiviert ist, bleibt abzuwarten. Während Carlos Sainz mit einem guten Ergebnis seine Vertragsverhandlungen für 2003 positiv beeinflussen könnte, wollen die Ford-Junioren Marko Märtin und Francois Duval in erster Linie Erfahrungen sammeln und ankommen.
Nur durch einen Punkt sind derzeit Mitsubishi, Hyundai und Skoda in der Marken-WM getrennt. „Platz vier ist noch erreichbar“, ist Toni Gardemeister überzeugt. Zusammen mit Kenneth Eriksson glaubt der Finne, dass Australien dem Skoda Octavia liegen müsste. „Wir werden Chancen haben, und diese auch hoffentlich nutzen.“ Bei Hyundai greift einmal mehr Altmeister Juha Kankkunen ins Lenkrad. „Wir haben seit Saisonbeginn große Fortschritte gemacht und peilen einen Platz unter den ersten sechs an.“ Das der Mitsubishi Lancer den Kinderschuhen entwachsen ist, bewies Jani Paasonen in Neuseeland. Den zweiten Mitsubishi steuert Francois Delecour, während Alister McRae weiterhin nach seinem Fahrradunfall pausieren muß.
24 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 390,84 stehen in Ozeaniens größtem Land auf dem Programm. Rund 75 Teams haben ihre Nennung für den Event rund um Perth abgegeben. Unter ihnen 17 Werks-WRC, 14 eingeschriebene Teams der Gruppe N-WM und zahlreiche schnelle „Heim-Ascaris“. Mit Manfred Stohl, Stig Blomqvist, Juuso Pykälistö, Kaj Kuistila und Pieter Tsjoen haben auch einige Europäer die Reise zum fünften Kontinent angetreten.
Stand in der Weltmeisterschaft (Fahrer):
1. Grönholm 67 Punkte; 2. Burns 34 3. C.McRae 33; 4. Panizzi 31; 5. Sainz 29; 6. Rovanperä 24; 7. Solberg 23; 8. Mäkinen 19; 9. Loeb 18; 10. Märtin 12; 11. Bugalski 7; 12. Radström 4; 13. A.McRae, Gardemeister; Thiry und Kankkunen je 2; 16. Eriksson, Puras und Loix je 1.
Stand in der Weltmeisterschaft (Marken):
1. Peugeot 147 Punkte; 2. Ford 89; 3. Subaru 50; 4. Mitsubishi und Hyundai je 9; 6. Skoda 8.
Stand in der Gruppe N-Weltmeisterschaft (Fahrer):
1. Singh 28; 2. Sohlberg 26; 3. Ferreyros 20; 4. Fiorio 16; 5. Arai und Trelles je 12; 7. Rowe 11; 8. Illiev 9; 9. Girdauskas 7; 10. Ipatti, Baldini, Ligato und Manfrinato je 4; 14. Kollevold 3; 15. Harrach, Marrini und De Dominicis je 2.
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