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2002-10-28 15:42:49 - ks
VLN/24h: Wertvolle Erkenntnisse für Volker Strycek

(c) ts photo
Strycek kam im Alleingang auf Rang vier
Der zweite Einsatz des Opel Astra V8 Coupé auf der Nürburgring-Nordschleife endete mit einem achtbaren Erfolg. Im Alleingang steuerte Opel-Sportchef Volker Strycek den 462 PS starken DTM-Tourenwagen auf den vierten Gesamtrang im Feld der 160 gestarteten Teams. "Ich bin total erschöpft, aber auch sehr glücklich", so ein abgekämpfter Volker Strycek nach der Zieldurchfahrt des Vier-Stunden-Rennens. "Nach dem ersten Testeinsatz im Juli, als wir nur vier Runden gefahren sind, wollten wir dieses Mal die gesamte Renndistanz absolvieren - und das haben wir ohne Probleme geschafft."

Volker Strycek pilotierte das gelb-blaue V8-Coupé, das in der DTM von Manuel Reuter gefahren wurde. Den Einsatz übernahm das im Nürburgring-Gewerbepark ansässige Opel Team Phoenix um Teamchef Ernst Moser, Teammanager Dirk Theimann und Fahrzeug-Ingenieur Jürgen Jungklaus. Phoenix hatte den DTM-Astra für diesen Testeinsatz entsprechend vorbereitet. So wurde das Fahrzeug mit einer Tankvorrichtung versehen und das Fahrwerk auf die Anforderungen der Nordschleife angepasst. "Die Ausfederwege wurden erheblich vergrößert, dementsprechend auch die Stoßdämpfer angepasst. Die Bodenfreiheit wurde von 50 auf 65 Millimeter erhöht, was zwar optisch kaum auffällt, aber eine erhebliche Reduzierung der aerodynamischen Effizienz bedeutet", so Ernst Moser.

Nach dem ersten Test am Freitagnachmittag wurde das Set-up des DTM-Boliden noch einmal erheblich geändert, da sich die herbstliche Eifel sehr launisch zeigte und sich mit starken Regenfällen wohl ob des Saison-Kehraus heftigst "ausweinte". Trotzdem gelang es dem DTM-Meister von 1984, mit einer Zeit von 10:50.594 Minuten die Pole-Position zu erringen, vier Sekunden vor dem Porsche-Team Tiemann/Manthey/Kern.

Doch die Pole-Position war bereits verloren, ehe das Rennen gestartet war. "In der Einführungsrunde hat das Führungsfahrzeug das ganze Laub aufgewirbelt, das auf Grund des heftigen Windes nach dem Training gefallen war. Ich habe reichlich Laub aufgesammelt, das sich vor die Kühler gesetzt hat. Dadurch stieg die Wassertemperatur deutlich über 100 Grad, sodass ich sofort in die Boxengasse abgebogen bin", so Strycek, der nach dem Entfernen des Laubes das Rennen mit deutlichem Rückstand aufnahm. Weil aber die Opel-Crew bereits vor dem Start als eines von wenigen Teams auf Regenreifen gesetzt hatten, obwohl die Strecke zu diesem Zeit mehr und mehr abtrockenete, dann aber quasi mit dem Start wieder Regen die Nordschleife überzog, sparte Strycek einen Reifenwechsel. "Aber auch mit Regenreifen war es wirklich schwierig, die Bedingungen waren extrem. Ich bin sehr sehr vorsichtig gefahren, um nicht von der Strecke zu rutschen."

Nach der fünften Runde erfolgte der erste Tankstopp. "Der DTM-Tank fasst nur etwas mehr als 66 Liter", erklärte Dr. Ulrich Pfisterer, DTM-Projektleiter im Opel Performance Center (OPC), den frühen Stopp. Mit den ersten Erfahrungswerten wurde das Tankintervall dann auf sechs Runden ausgedehnt. "Mehr war aber nicht möglich", so Dr. Pfisterer. Weil Teamchef Ernst Moser zu diesem Zeitpunkt aufmerksam beobachtet hatte, dass Teams auf Slicks deutlich schneller unterwegs waren als andere mit Regenreifen, wurden beim zweiten Tankstopp die Regenreifen gegen profillose Pneus getauscht. "Wegen der Mischverhältnisse wollte ich eigentlich auf Regenreifen weiterfahren, aber ich habe Ernst Moser vertraut", so Strycek, der daraufhin auch prompt fast eine Minute schneller wurde. Mittlerweile hatte sich das flotte Coupé an vierter Stelle etabliert. Es wäre am Ende auch noch der dritte Gesamtrang werden können, doch der kleine DTM-Tank zwang das V8-Coupé vor der letzten Runde noch zu einem vierten Tankstopp an die Boxen, auch wenn dies nur ein "splash & go" war, also nur ein paar wenige Liter nachgetankt wurden.

"Wir sind sehr zufrieden, denn im Grunde ist alles bestens gelaufen", so Volker Strycek. "Die Technik hat prächtig funktioniert. An der Abstimmung müssen wir noch arbeiten, auch wenn sich die gemachten Veränderungen positiv ausgewirkt haben. Aber die Nordschleife ist bekanntlich sehr anspruchsvoll und erfordert eine sehr spezielle Anpassung der Fahrzeuge. Unser Ziel muss es sein, dass das Auto möglichst einfach zu fahren ist und Bodenwellen, Sprunghügel völlig unkritisch nimmt. Mit den heute gewonnenen Erkenntnissen sollte wir das schaffen."

Opel-Sportchef Volker Strycek: "Ich bin überzeugt, dass man mit dem Opel Astra V8 Coupé das 24-Stunden-Rennen bestreiten kann." Ob Opel den Langstrecken-Klassiker am "Ring" 2003 bestreiten wird, ist aber noch nicht entschieden. Das hängt auch von der Einstufung des Fahrzeuges ab, vor allem von der Gewichtsvorschrift. Dr. Pfisterer ergänzt: "Mit einem 66-Liter-Tank braucht man sicherlich nicht anzutreten, dann ist man gänzlich ohne Chance."


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