 |
24h: DTM startet nicht beim 24-Stunden-Rennen

Die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) wird im kommenden Jahr keinen Lauf im Rahmen des Int. ADAC Zürich Agrippina 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring absolvieren. Die Durchführung zweier Top-Events am gleichen Rennwochenende wurde vom ADAC Nordrhein und der ITR e.V., die für die Durchführung der DTM-Veranstaltungen zuständig ist, verworfen. „Auch wenn alle Beteiligten gerne an die tollen Rennen Anfang der neunziger Jahre angeknüpft hätten, mussten wir leider doch erkennen, dass die Kombination zweier Spitzenveranstaltungen heute nicht mehr so einfach ist“, erklärt Hans Schnock, Sportleiter des ADAC Nordrhein.
Nach einer Machbarkeitsstudie der Sportabteilung des ADAC Nordrhein lagen die Knackpunkte für eine mögliche Kooperation vor allem in den Bereichen Fahrerlagerplatz und Zeitplaneinteilung. Selbst unter Einbeziehung aller Nürburgringflächen sowie der Müllenbachschleife ist der Platz für Teams und Hospitality-Zelte für 24-Stunden-Rennen und DTM sowie Beru Top 10 und Youngtimer, die seit Jahren Partner des Events sind, überaus knapp. Gleiches gilt für die Trainings- und Rennminuten auf der Strecke. Durch feste, in den Reglements vorgeschriebene Trainingszeiten und Renndistanzen ist hier auch die Flexibiltät der einzelnen Rennserien begrenzt. „Im Vermarktungsbereich gibt es zum Teil langfristige Verträge mit konkurrierenden Partnern“, weiß Hans Schnock. „Da hätten unzählige Kompromisse koordiniert werden müssen, das ist auch beim größten Wohlwollen aller Beteiligten eine Mammutaufgabe.“
Da der ADAC Nordrhein den Nürburgring-Fans natürlich dennoch gerne einen weiteren DTM-Auftritt ermöglichen würde, hat der ADAC der ITR angeboten, einen DTM-Lauf losgelöst vom 24-Stunden-Rennen durchzuführen. |  |