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2000-11-11 18:46:09 - ju
VLN: Strycek: Neuer Tourenwagenrekord, aber Gesamtsieg verfehlt

(c) ts photo Meinhard Rittmeier und Carl Reh aus Trier haben ihren Siegeszug im Veedol-Langstreckenpokal auf dem Nürburgring fortgesetzt. Im sechsten Einsatz mit der Chrysler Viper des Zakspeed-Teams feierte das Duo seinen vierten Gesamtsieg. "Es lief wieder einmal alles phantastisch und wir sind super zufrieden."
Von Startplatz drei aus lieferte sich Startfahrer Rittmeier in der Anfangsphase des Vier-Stunden-Rennens ein tolles Duell mit Volker Strycek im 92er-DTM-Opel Calibra V6. Im zweiten Umlauf verpassten beide mit 8.19 Minuten den bestehenden Rundenrekord von Peter Zakowski nur um eine Sekunde. In der vierten Runde zog Rittmeier dann an Strycek auf der Döttinger Höhe vorbei und konnte dem Opel-Rennleiter bis zum fälligen Boxenstopp nach acht Runden gut 15 Sekunden abknöpfen. "Jeder der meint, mit einer Viper den Calibra locker auf der Döttinger Höhe zu überholen, der irrt. Im Top-Speed ist die Viper nur etwas schneller", gab Rittmeier zu bedenken. "Ich hatte nur das Glück, das Strycek aufgrund Überrundeter kurz aufgehalten wurde."
Partner Carl Reh konnte in der Folgezeit das Tempo von Strycek nicht mehr halten und büßte über zwei Minuten ein, so daß ein möglicher Gesamtsieg des Viper-Duos in weite Ferne geriet. Im Gegenteil: diverse Porsche-Teams und auch Scheid / Merten im BMW M3 E36 kamen der giftgrünen Schlange immer näher. Als Rittmeier eine Stunde vor Schluss das Steuer wieder übernahm, ging es ihm nur um Platz zwei. "Volkers Vorsprung ist zu groß, den kann ich nicht mehr einholen. Ich werde aber alles geben", versprach der Kfz-Händler. Sechs Runden vor Schluss passierte Rittmeier den plötzlich langsam werdenden Calibra, der mit einem Reifenschaden um die Nordschleife "kroch". "Ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich den Calibra plötzlich vor mir sah", strahlte Rittmeier. "Sicherlich haben wir heute von Volkers Pech profitiert", gab "Ritti" zu. "Aber ein Rennen dauert nun einmal vier Stunden und am Ende wird abgerechnet." Mit vier Gesamtsiegen, neun Top-Ten-Ergebnissen und nur einem Ausfall kann der 42jährige Rittmeier auf seine erfolgreichste Motorsport-Saison zurückblicken.
Volker Strycek fiel nach seinem Reifenschaden bis auf Platz zehn zurück und konnte sich noch auf den sechsten Gesamtrang vorarbeiten. Einziger Trost für den Opel-Rennleiter: Mit 8.19,910 Minuten (=171,744 km / h) konnte der seit 1994 bestehende Rundenrekord für Tourenwagen (Olaf Manthey im DTM-Mercedes-Benz 190E Evo II) auf Kurzanbindung mit Nordschleife um knapp zehn Sekunden verbessert werden. Großes Pech bei Manthey-Racing: Im freien Training am Vortag sorgte ein Kurzschluss für einen kräftigen Motorbrand. Bis tief in die Nacht wurden alle Kabelbäume neu verlegt und auch die Heckpartie neu lackiert. Olaf Manthey stellte den Porsche 996 GT3 mit 0,6 Sekunden auf die Pole-Position, doch ein Getriebeschaden in der letzten Trainingsrunde verhinderte eine Rennteilnahme. Edgar Dören / Karl-Christian Lück wurden mit rund einer Minute Rückstand Gesamtzweite vor Wolfgang Destree / Edgar Althoff, beide Gruppe H-Porsche Carrera RSR. Letztgenannte vergaben den zweiten Platz aufgrund einer Stop&Go-Strafe wegen unsportlichem Verhalten während einer Gelbphase im Bereich Eiskurve, als auf einer Ölspur (Motorplatzer von Michael Bäder im BMW M3) sechs Fahrzeuge in die Leitplanken krachten. Johannes Scheid und Mario Merten wurden zum dritten Mal in Folge Gesamtvierte, aber erstmals Sieger der Gruppe Specials, da Fahrzeuge über 4000 ccm (z. B. Viper) nicht für den Gruppensieg berechtigt sind. In der Gruppe S siegten die Gesamtzehnten Jörg "Marmor" Otto und Roland Asch im Porsche 996 Cup. Ihre Hauptkonkurrenten Michael Eschmann, Paul Hulverscheid und Patrick Spadacini im Porsche 993 Supercup hatten wieder einmal Pech in der Startrunde, da sie zum dritten Mal in Folge in einen Unfall verwickelt wurden. Startfahrer Michael Eschmann löste kurz nach dem Start eine Karambolage aus. "Beim Einbremsen der Kurzanbindung fiel das ABS aus", ärgerte sich der ACR-Pilot. Eschmann kam auf den Grünstreifen am rechten Fahrbahnrand und kreuzte rückwärts die Strecke in Höhe der nächsten Rechtskurve. Dort knallte Eschmann Heck voran in die rechte Seite des DTM-Mercedes von Ralf Schall. Während Schall vermutlich einen Totalschaden zu beklagen hatte (selbst das Dach wurde faltig), konnte Eschmann mit beschädigter Heckpartie das Rennen zunächst wieder aufnehmen. Doch ein verbogenes Auspuffrohr zwang den Gummersbacher zur Aufgabe.
In der Gruppe N war es einmal mehr Hans Widmann, der dem Geschehen seinen Stempel aufdrückte. Drei Stunden und zwanzig Minuten saß der Berliner am Lenkrad des BMW M3 E30, ehe sein nicht ganz so schneller Partner Robert Bayer für die letzten fünf Runden übernahm. Die schärfsten Verfolger Gero Noehl / Arno Klasen legten ihr BMW 325i Coupe in der letzten Runde im Schwedenkreuz auf´s Dach. In der Gruppe N bis 2000 ccm siegten trotz technischer Probleme Jürgen Delkus / Ernst Plötzer / Joachim Schirra im Peugeot 306. Bei den 1400ern konnte Harald Thönnes seinen 14. Sieg in Folge bereits in der dritten Runde vergessen, als im Kallenhard das linke Vorderrad wegbrach. Gerhard Mayer / Theo Milz überquerten nun als Klassensieger die Ziellinie, doch da das Duo aufgrund eines Protestes ihren Citroen AX nicht für eine Nachuntersuchung zur Verfügung stellen wollte, war auch der Sieg weg. Aufgrund dieses Vorfalles dürfte für Mayer und Milz auch bald die Lizenz zum wiederholten Male weg sein...
Bei den VLN-Serienwagen siegten Frank Lorenzo / Harald Jacksties im BMW M3 E36 vor Sascha Hancke / Jürgen Peter / Manfred Wollgarten. Harald Jacksties stellte zudem in 9.17,170 Minuten einen neuen Klassenrekord auf. Zum zweiten Mal in dieser Saison konnte auch Piere Kaffer einen Rundenrekord verbessern. Bei den VLN-Serienwagen bis 2000 ccm umrundete Kaffer im Opel Astra OPC den Eifelkurs in 9.50,160 Minuten. Im Fahrerlager wurde übrigens bekannt, daß Opel in der nächsten Saison eine Challenge für den Astra OPC ausschreiben wird und das die ehemaligen Meister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche wieder an den Start gehen werden. Michael Luther und Jochen Krumbach siegten zum dritten Mal in Folge bei den VLN-Serienwagen bis 2600 ccm. Luther sicherte sich somit den Titel in der Sonderwertung der VLN-Serienwagen vor Peter Schöller, der zusammen mit Ivano Giuliani mit einem BMW 318iS bei den 1850er gewann. Für große Freude unter der nicht so großen Zuschauerkulisse (mehr Fans zog die parallel laufende Rallye Köln-Ahrweiler an) sorgte einmal mehr Mario Hebler. Der ehemalige Berliner, jetzt in Marl beheimatete DTC-Pilot, ließ den Renault Clio mächtig "fliegen" und übergab an 14. Stelle (!) im Gesamtklassement liegend an Partnerin Traudl Klink, die jedoch in der Folgezeit elf Plätze einbüßte. Jörg Seidel im VW Golf Kit-Car holte sich somit den Klassensieg bei den Specials bis 2000 ccm vor Friedrich-Wilhelm Stallmann / Hans-Jörn Ley und Hebler / Klink. Die vor dem Rennen als Meister feststehenden Uwe Unteroberdörster / Jens Lührsen (Suzuki Swift) untermauerten mit dem achten Sieg bei den Specials bis 1400 ccm den Titel nachhaltig.
Die Top10: 1. Reh / Rittmeier (4:01:15.150), 2. Dören / Lück (+1:06.490), 3. Destrée / Althoff (+1:33.450), 4. Scheid / Merten (+3:07.560), 5. Hesse / Grohs (+4:56.980), 6. Strycek (+6:48.380), 7. Weiland / Alzen / Weiland (+7:03.700), 8. Jodexnis / Weiland / Destree (+8:44.670), 9. Findeisen / Wawer (-1 Runde), 10. Otto / Asch (-1Runde)
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